Page - (000359) - in Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Image of the Page - (000359) -
Text of the Page - (000359) -
34716.4
Zusammenfassung und Ausblick
16.4 Zusammenfassung und Ausblick
16.4.1 Verkehr
Die Überlegungen mithilfe der makroskopischen Modelle des Verkehrsflusses zeigen, dass
durch autonome Fahrzeuge grundsätzlich eine signifikante Kapazitätssteigerung zu er-
warten ist, wodurch bestehende Verkehrsinfrastrukturen effizienter genutzt werden könn-
ten. In Verbindung mit der erwarteten Steigerung der Kapazität für bestehende Verkehrs-
infrastrukturen reduzieren sich Stauungen und Verlustzeiten, wodurch in der Folge die
Qualität des Verkehrsablaufs erhöht wird. Insbesondere zwei Effekte bewirken die Kapa-
zitätssteigerung:
1. Ein Effekt ist die Reduktion der Zeitlücken zwischen autonomen Fahrzeugen. In die-
sem Zusammenhang erscheint es bedeutsam, dass der Fahrkomfort trotz kurzer Zeit-
lücken durch die Antizipation der Aktionen der vorausfahrenden Fahrzeuge und der
dadurch ermöglichten geringeren Beschleunigungs- bzw. Verzögerungswerte gesichert
wird. Dies könnte auch für die Kolonnenstabilität von Bedeutung sein. Für die Antizi-
pation erscheint die Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und auch zwischen
Fahrzeugen und der Infrastruktur eine wichtige Voraussetzung zu sein.
2. Neben der Zeitlückendauer ist die Geschwindigkeit des Fahrzeugpulks von großer
Bedeutung. Je höher die Geschwindigkeit bei konstanter Dichte ist, umso höher ist die
Verkehrsstärke an einem Querschnitt. Hohe Geschwindigkeiten bei gleichbleibender
Abb. 16.11 Kapazitätswerte für einen Fahrstreifen an einer Lichtsignalanlage in Abhängigkeit
der Räumgeschwindigkeit
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung