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42520.3
Methoden zum Umgang mit Unsicherheiten der maschinellen Wahrnehmung
Eine gitterbasierte Darstellung verwendet Rasterkarten, um die Umwelt ortsfest in
gleich große Zellen einzuteilen. Das Fahrzeug bewegt sich über dieses ortsfeste 2-D- oder
3-D-Gitter, und die bordautarke Sensorik liefert dann nur Informationen, ob spezifische
Zellen frei sind und damit frei befahren werden können oder ob sich in der jeweiligen
Zelle ein Hindernis befindet. Zudem kann auch der Zustand modelliert werden, dass über
Zellen keine Informationen vorliegen. Diese Art der Darstellung eignet sich vornehmlich
zur Repräsentation statischer Szenarien und statischer Hindernisse. Sie benötigt keinerlei
Modellhypothesen über die zu erwartenden Objektklassen und ist daher als sehr robust
gegen Modellfehler einzustufen. Abb. 20.3 zeigt die grundsätzliche Vorgehensweise.
Mehr Informationen zu gitterbasierten Repräsentationen ist [4], [5], [6], [7] und [8] zu ent-
nehmen.
20.3 Methoden zum Umgang mit Unsicherheiten
der maschinellen Wahrnehmung
20.3.1 Unsicherheitsdomänen
Wie in Abschn. 20.2 beschrieben, umfasst die maschinelle Wahrnehmung unterschiedliche
Aufgabenumfänge. Diese sind zum einen die Detektion von statischen und dynamischen
Objekten und ihre möglichst genaue physikalische Vermessung, zum anderen aber auch die
Zuordnung der korrekten semantischen Bedeutung der detektierten Objekte. Entsprechend
diesen Aufgaben existieren für die maschinelle Wahrnehmung die folgenden drei Unsicher-
heitsdomänen:
1. Zustandsunsicherheit
Die Zustandsunsicherheit beschreibt die Unsicherheit in den physikalischen Mess-
größen wie Größe, Position und Geschwindigkeit und ist eine direkte Folge der bei
Sensoren prinzipiell nicht vermeidbaren Messfehler.
Abb. 20.3 Prinzipbild des Aufbaus einer rasterbasierten Fahrumgebungsrepräsentation. Hier sind
im einfachsten Fall nur statische Hindernisse enthalten.
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung