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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Gesellschaftliche Risikokonstellation für autonomes Fahren – Analyse, Einordnung662 30.1 Einleitung Der technische Fortschritt verändert die gesellschaftlichen Risikokonstellationen. Vielfach kommt es zu deutlich höherer Sicherheit und entsprechend positiven Folgen wie Gesund- heit, längerer Lebenserwartung und größerem Wohlstand. Die Neuheit technischer Inno- vationen bringt jedoch zwangsläufig häufig auch nicht intendierte und nicht vorherge- sehene Folgen mit sich, darunter auch neue Risikotypen. Aufgabe der Technikfolgenab- schätzung ist es, neben den Innovationspotenzialen auch frühzeitig mögliche Risiken zu untersuchen und dadurch zu einer vernünftigen Abwägung und Entscheidungsfindung beizutragen [10]. Das autonome Fahren stellt in vieler Hinsicht eine attraktive Innovation für die Zukunft der Mobilität dar. Mehr Sicherheit, ein Gewinn an Komfort, die Nutzung der für das Fahren benötigten Zeit für andere Zwecke und Effizienzgewinne auf Systemebene gehören zu den vielfach erwarteten Vorteilen [4]. In Systemen und Technologien autonomen Fahrens sind jedoch – wie ganz grundsätzlich bei Technik – Fehler nicht auszuschließen, die zu Unfällen mit Sach- oder Personenschäden führen können. Die zentrale Rolle von Software kann zu systemischen Risiken führen, wie aus der Internet- und Computerwelt hinlänglich bekannt. Auch an ökonomische Risiken ist zu denken, z. B. für die Automobilindustrie, genauso wie an soziale Risiken etwa im privaten Bereich. Frühzeitige und umfassende Analyse und Bewertung möglicher Risiken des autonomen Fahrens sind unabdingbarer Bestandteil eines verantwortlichen Forschungs- und Innovationsprozesses und damit gleichermaßen notwendige Bedingungen einer individuellen wie auch allgemeinen ge- sellschaftlichen Akzeptanz. Vor diesem Hintergrund sollen in diesem Kapitel Antworten auf folgende Fragen gegeben werden, wie sie spezifisch für die Technikfolgenabschätzung sind: ‡ Welche spezifische gesellschaftliche Risikokonstellation liegt beim autonomen Fahren vor? Wer könnte durch welche Schäden und mit welcher Wahrscheinlichkeit betroffen sein? ‡ Was kann aus den bisherigen Erfahrungen mit Risikodebatten zum technischen Fortschritt für Entwicklung und Einsatz des autonomen Fahrens gelernt werden? ‡ Wie kann das gesellschaftliche Risiko für die Herstellung und den Betrieb von autonomen Fahrzeugen nachvollziehbar bewertet und verantwortlich organisiert werden? Antworten auf diese Fragen sollen vor allem das Augenmerk auf möglicherweise pro- blematische Entwicklungen lenken, um sie gegebenenfalls in Designentscheidungen oder Regulierungen berücksichtigen zu können, und damit zur verantwortlichen und transparen- ten Organisation des gesellschaftlichen Risikos beitragen.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Title
Autonomes Fahren
Subtitle
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Authors
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Publisher
Springer Open
Date
2015
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Size
16.8 x 24.0 cm
Pages
756
Category
Technik
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