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Marktauswirkungen des automatisierten
Fahrens728
Die zentralen Ergebnisse der drei Studien und die daraus resultierenden Schlussfolge-
rungen sind in Tab. 32.1 aufgefĂĽhrt.
Tab. 32.1 Zusammenfassung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen
Fokus der Analyse Ergebnisse Implikationen
Markenstärke und
Branchenzugehörigkeit
des Anbieters ‡ Die Markenstärke des An-
bieters beeinflusst die Kauf-
bereitschaft positiv, unab-
hängig von der
Branchenzugehörigkeit ‡ Die Markenstärke des
Anbieters beeinflusst die
Kaufbereitschaft positiv,
unabhängig von der
Branchenzugehörigkeit
Vertikale Markenallianzen ‡ Negative Wahrnehmung von
Markenallianzen
‡ Funktionales Vertrauen, das
hauptsächlich durch Sicher-
heitsbedenken getrieben wird,
erklärt die negative Bewer-
tung von Marken allianzen ‡ Funktionales Vertrauen ist ein
Kernbestandteil von Automo-
bilmarken.
‡ Sicherheitsbedenken müssen
ausgeräumt werden, bevor
eine Markenallianz einge-
gangen wird
Unterschiede der
Anwendungsfälle
‡ Autobahnpilot mit
manueller Fahrmöglich-
keit durch den Fahrer
‡ Vollautomatisierter
Valet-Parkassistent
‡ Vollautomatisierter
Fahrroboter, ohne
manuelle Fahrmöglich-
keit ‡ Erwägung: 17,2 %, wesentlich
beeinflusst durch funktionales
Vertrauen und Vorteilhaftigkeit
‡ Erwägung: 18,6 %, wesentlich
beeinflusst durch die Vorteil-
haftigkeit
‡ Erwägung: 10,9 %, wesent-
lich beeinflusst durch funktio-
nales Vertrauen und symboli-
schen Wert ‡ Bedenken bezüglich der
Zuverlässigkeit und der Nütz-
lichkeit mĂĽssen adressiert
werden
‡ Kommunikation des Nutzens
des Systems
‡ Zuverlässigkeit und Sicher-
heitsbedenken sind die Haupt-
barrieren, ein wichtiger Trei-
ber ist der symbolische Wert
Dieser Beitrag weist einige Einschränkungen auf, die gleichzeitig als Anhaltspunkte für
zukünftige Forschungsarbeiten gesehen werden können. So basiert die empirische Studie
auf einer – bezogen auf Alter und Geschlecht – repräsentativen Stichprobe der deutschen
Bevölkerung. Die Befragten wurden jedoch nicht zu ihrer eigenen Fahrzeugmarke befragt,
sondern zu jeweils zwei ausgewählten starken (schwachen) Automobil- bzw. Technologie-
marken. Zwar wurde fĂĽr den Markenbesitz und die Einstellung gegenĂĽber der Marke kont-
rolliert, trotzdem könnten zukünftige Forschungsarbeiten ausgewählte Fahrzeugklassen mit
den korrespondierenden Zielgruppen analysieren, um noch realistischere Ergebnisse zu er-
halten. DarĂĽber hinaus kann durch Laborexperimente zwar eine hohe interne Validi
tät erzielt
werden, zukünftige Forschungsarbeiten könnten jedoch ein lebhafteres und dadurch realis-
tischeres Szenario des automatisierten Fahrens nutzen, beispielsweise durch die Verwen-
dung von Video-Stimuli statt der in dieser Studie eingesetzten Pressemitteilungen. ZukĂĽnf-
Autonomes Fahren
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung