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110 | Wien im Ständestaat
der Fassade bildet. Bei den Familienasylen findet sich hingegen, bis auf wenige Beispiele,
keine Erkergliederung.
Die Fassadengestaltung der Assanierungsbauten in der VI., Operngasse wurde weitge-
hend durch Steinrahmungen der Fenster und durch Holzmarkisen aufgelockert, ebenfalls
durch Balkone und einfache Eisenbalustraden über dem Kranzgesims.412 Fensterrahmun-
gen finden sich an fast allen Fassaden der Gebäude des Assanierungsfonds, des KlWFG
und der Familienasyle.413 Die Fenster selbst waren großflächiger als im Roten Wien und
von modernem Aussehen, um das großstädtische Erscheinungsbild der Wohnbauten zu
unterstreichen. Nach italienischem Vorbild wurden auch Holzjalousien und -rollos ver-
wendet.414 Französische Fenster kamen besonders im Sanierungsgebiet Operngasse zum
Einsatz.
412 Plischke, Assanierungsgebiet Operngasse, in: Tabor (Hg.), Kunst und Diktatur, Bd. 1, 1994, S. 228.
413 Siehe Bauliste.
414 Stadtentwicklung Wien, Magistratsabteilung 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung (Hg.), Wiener Fenster – Gestal-
tung und Erhaltung, Werkstattbericht Nr. 140, Wien, 2014, S. 35 f.
Abb. 38 Erkergliederung am Wohnhaus des Assanierungsfonds XIII., Maxingstraße 4b von August Belohlavek. (Foto Gerlach
1937).
Open Access © 2017 by Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Köln Weimar
Das Schwarze Wien
Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
- Title
- Das Schwarze Wien
- Subtitle
- Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
- Author
- Andreas Suttner
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien - Köln - Weimar
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20292-9
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 296
- Categories
- Geschichte Nach 1918