Page - 211 - in Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
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Geschosswohnungsbauten | 211
VI., Hofmühlgasse
20 – Münzwardeingasse
7
Privates Wohnhaus
1935–1937, Entwurf: Anton Jung, Bauausführung: Gebrüder Schlarbaum Baugesellschaft, Bauher-
rin: Josefine Schlarbaum, 6 Geschosse, 31 Wohnungen, 4 Werkstätten, 1 Atelier.
Die Fassade wird mittels durchlaufender Gesimse mit flächendeckenden Reliefdekors, zwischen
den symmetrisch angeordneten Fenstern, gegliedert.
VII., Lerchenfelder Straße 81, 85/89 – Badhausgasse 12, 4–5
Private Wohnhäuser
1935–1937, Entwurf: Hermann Stiegholzer, Herbert Kastinger, Bauausführung: Universale Redlich
und Berger Bauaktiengesellschaft, 6 Geschosse, 58 Wohnungen, 12 Geschäftslokale.
Zuerst wurde die Verbauung der Straßennummern 79–89 von der Baugesellschaft eingereicht.
Das Kuratorium wollte aber die Förderung für das teure Gebäude nur dann vergeben, wenn der
Bau ohne Zentralheizung ausgeführt würde. Außerdem wurde eine künstlerische Ausgestaltung
der Fassade gefordert.
1937 wurde die Lerchenfelder Straße 85/89 an den Niederösterreichischen Landesverband des
österreichischen Industriellenverbandes veräußert.
An der Fassade der Badhausgasse verbinden durchgehende horizontale und vertikale Rillen im
Putz die Rahmen der Fenster schachbrettartig. Die Badhausgasse 8–12 weist zusätzlich einen nach
hinten gestaffelten Baukörper auf. Die Badhausgasse 4 wird mittels Balkonen zur nach vorne
gestaffelten Nr. 6 hin in das Häuserensemble eingebunden.
In der Lerchenfelder Straße 81 wird die Fassade durch französische Fenster gegliedert, in der
Lerchenfelder Straße 85–89 durch einfache Fenstergliederung. Beide Gebäude weisen an der Front
einen dominierenden Erker auf.
→ siehe Abb. 37
VII., Neubaugasse
17/19 – Ahornergasse 7
Private Wohnhäuser
Zum verlornen Sohn
1936/37, Entwurf: Hermann Stiegholzer, Bauausführung: Franz Katlein, 7 Geschosse, 104 Wohnungen,
10 Geschäftslokale und Büros, Steinrelief Bauen Vertrauen, Bauinschrift im Innenhof.
Die symmetrische Fassade in der Neubaugasse weist zwei Eckrisalite auf, die dem Durchgang zur
Seidengasse einen monumentalen Einstieg geben. Der Eindruck wird durch ein Hauptgesims
verstärkt.
Die sachlichen Gebäude sind durch einen Innenhof miteinander verbunden, der als öffentlicher
Durchgang dient. Dieser wird architektonisch von Erkern mit Eckfenstern und Balkonen dominiert.
Eine Freitreppe führt durch den Hof zur verlängerten Seidengasse. Der Innenhof ist durch Beete
erschlossen.
Das Gebäude in der Seidengasse besteht aus einer durch Naturstein abgesetzten Geschäftszone und
wird durch seine Fenster gegliedert. Ein Erker in der Ahornergasse rundet das Eckgebäude ab.
→ siehe Abb. 45
Das Schwarze Wien
Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
- Title
- Das Schwarze Wien
- Subtitle
- Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
- Author
- Andreas Suttner
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien - Köln - Weimar
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20292-9
- Size
- 17.0 x 24.0 cm
- Pages
- 296
- Categories
- Geschichte Nach 1918