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Wasser mit Limoniesaft. Dann überkocht man sie in Waffer, läßt sie in frischem
erkalten und auf einem Tuche abtrocknen.
Mit Zucker bedeckt in die Gläser gefüllt, kocht man sie 10 Minuten
in Dunst.
Sa lzburgerB i rnen . Ebenso, nur halbirt man sie.
Nagavitz - B i rnen. Den Zuckerbirnen gleich, nur gibt man in das
Wasser zum Ueberkochen etwas Salpeter.
Qu i t ten spalten. Die geschälten zu Spalten geschnittenen Quitten
werden in Wasser gekocht, bis sie anspringen, in frischem abgekühlt, auf einem
Tuche abgetrocknet und mit geklärtem Zucker in die Gläser gefüllt und in Dunst
gesotten.
Poineranzenspalten in Dunst. Zu 4 Pomeranzen kocht man
V2 Pfund Zucker. Den Geruch der Schalen reibt man mit Zucker ab, diesen
gibt man mit den vom weißen gereinigten Spalten und dem geläuterten Zucker
in die Gläser und siedet sie in Dunst.
Preiselbeeren zu Salat und Saucen.
I n ihrem eigenen S aft. Man gibt sie ohne irgend etwas, oder
mit Zucker in einen Topf, deckt sie zu und läßt sie im Rohre heiß werden. Sie
brauchen nicht zu kochen und sollen nicht gerührt werden. Wenn sie zusammen-
gefallen sind, stellt man sie weg, füllt sie in Einsiedgläscr, verbindet diese nach
gänzlichem Erkalten und hebt sie an einem trockenen luftigen Orte auf. Gibt
man sie zu Braten, so bestreut man sie mit Zucker, wenn keiner dabei ist. Als
Sauce zu Wildpret, Zunge oder Rindfleisch, macht man sie wie die von Johan-
nisbeeren.
. Sie sind als sehr gesund bekannt.
M i t Essig. 1 Maß guten Weinessig und 1 Pfund Zucker kocht man,
gießt ihn siedend über so viele Beeren, als mau damit bedecken kann, füllt sie
in Einsiedgläser und verwendet sie wie die vorige Art.
.Paradies
- Acpsel.
Reife, ganze, aber nicht weiche Paradiesäpfel legt man in ein Ginsied-
glas, schüttet gesottenen Essig kalt darüber, bindet das Glas mit einer Blase zu
und hcbt es sür den Wmter auf.
Oder: Man zerkocht und passirt sie, gibt den dritten Thcil im Gewichte
gestoßenen Zucker dazu und kocht sie zu einer schönen rochen Salse.
Oder: Man passirt sie roh, Saft und Kerne thut man vorher weg,
füllt Seidelgläser mit dem passirten und siedet es in Dunst.
Oder: Man kocht und passirt sie, nachdem man Saft nnd Kerne besei-
tigt hat, kocht das Passirte ohne Anbrennen dick ein, streicht es auf Brettchen
und laßt es an der Luft trocknen, bis es ganz fest ist, wo man es vom Brette
herab zusammenrollen kann und aufheben, bis die neuen reif sind.
Die Süddeutsche Küche
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Title
- Die Süddeutsche Küche
- Subtitle
- auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
- Author
- Katharina Prato
- Publisher
- U. Leykam's Erben
- Location
- Graz
- Date
- 1858
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 37.2 x 65.9 cm
- Pages
- 350
- Keywords
- Kochbücher, Kochen, Rezepte
- Category
- Küche und Garten