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Die Süddeutsche Küche - auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
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304 Wasser mit Limoniesaft. Dann überkocht man sie in Waffer, läßt sie in frischem erkalten und auf einem Tuche abtrocknen. Mit Zucker bedeckt in die Gläser gefüllt, kocht man sie 10 Minuten in Dunst. Sa lzburgerB i rnen . Ebenso, nur halbirt man sie. Nagavitz - B i rnen. Den Zuckerbirnen gleich, nur gibt man in das Wasser zum Ueberkochen etwas Salpeter. Qu i t ten spalten. Die geschälten zu Spalten geschnittenen Quitten werden in Wasser gekocht, bis sie anspringen, in frischem abgekühlt, auf einem Tuche abgetrocknet und mit geklärtem Zucker in die Gläser gefüllt und in Dunst gesotten. Poineranzenspalten in Dunst. Zu 4 Pomeranzen kocht man V2 Pfund Zucker. Den Geruch der Schalen reibt man mit Zucker ab, diesen gibt man mit den vom weißen gereinigten Spalten und dem geläuterten Zucker in die Gläser und siedet sie in Dunst. Preiselbeeren zu Salat und Saucen. I n ihrem eigenen S aft. Man gibt sie ohne irgend etwas, oder mit Zucker in einen Topf, deckt sie zu und läßt sie im Rohre heiß werden. Sie brauchen nicht zu kochen und sollen nicht gerührt werden. Wenn sie zusammen- gefallen sind, stellt man sie weg, füllt sie in Einsiedgläscr, verbindet diese nach gänzlichem Erkalten und hebt sie an einem trockenen luftigen Orte auf. Gibt man sie zu Braten, so bestreut man sie mit Zucker, wenn keiner dabei ist. Als Sauce zu Wildpret, Zunge oder Rindfleisch, macht man sie wie die von Johan- nisbeeren. . Sie sind als sehr gesund bekannt. M i t Essig. 1 Maß guten Weinessig und 1 Pfund Zucker kocht man, gießt ihn siedend über so viele Beeren, als mau damit bedecken kann, füllt sie in Einsiedgläser und verwendet sie wie die vorige Art. .Paradies - Acpsel. Reife, ganze, aber nicht weiche Paradiesäpfel legt man in ein Ginsied- glas, schüttet gesottenen Essig kalt darüber, bindet das Glas mit einer Blase zu und hcbt es sür den Wmter auf. Oder: Man zerkocht und passirt sie, gibt den dritten Thcil im Gewichte gestoßenen Zucker dazu und kocht sie zu einer schönen rochen Salse. Oder: Man passirt sie roh, Saft und Kerne thut man vorher weg, füllt Seidelgläser mit dem passirten und siedet es in Dunst. Oder: Man kocht und passirt sie, nachdem man Saft nnd Kerne besei- tigt hat, kocht das Passirte ohne Anbrennen dick ein, streicht es auf Brettchen und laßt es an der Luft trocknen, bis es ganz fest ist, wo man es vom Brette herab zusammenrollen kann und aufheben, bis die neuen reif sind.
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Die Süddeutsche Küche auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Titel
Die Süddeutsche Küche
Untertitel
auf ihrem gegenwärtigen Standpunkte
Autor
Katharina Prato
Verlag
U. Leykam's Erben
Ort
Graz
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
37.2 x 65.9 cm
Seiten
350
Schlagwörter
Kochbücher, Kochen, Rezepte
Kategorie
Küche und Garten
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