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Quellen:
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Arnold Klaffenböck, Wolfgang Kos, Ulrich N. Schulenburg, Alexandra Hönigmann (Hg.): Quasi
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Arnold Klaffenböck: Zwischen Agitation und Konformismus – Helmut Qualtingers „politisches
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Ders.: Nestroy im ‚Kalten Krieg‘. „Das Haus der Temperamente“ in der Bearbeitung von Merz,
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Wolfgang Kudrnofsky: Vom Dritten Reich zum Dritten Mann. Helmut Qualtingers Welt d. vier-
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Alfred Lobnik: Helmut Qualtinger in der Literaturkritik. Die journalistische Rezeption in deutsch-
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Adolf Schütz
geboren am 22.9.1895 (Wien), gestorben am 11.11.1974 (Stockholm). Adolf Schütz wuchs
in einer bürgerlichen jüdischen Familie in Wien auf. Ab 1913 studierte er an der Akade-
mie für Musik und darstellende Kunst in Wien, 1915 bis 1918 diente er als Soldat im Ers-
ten Weltkrieg und war anschließend als Schauspieler sowie Regisseur an österreichischen
und deutschen Bühnen tätig. Ab den 1920er-Jahren schrieb er Komödien, Opern und
operettenhafte Stücke, die an österreichischen und internationalen Theatern aufgeführt
wurden. Er arbeitete u.a. mit Hans Weigel, Karl Farkas und Ralph Benatzky zusammen.
Sein sehr erfolgreiches Stück Axel an der Himmelstür, welches er gemeinsam mit Paul
Morgan verfasste, wurde 1936 zur Wiedereröffnung des Theaters an der Wien unter
Anwesenheit von Kurt Schuschnigg und Guido Zernatto aufgeführt. Nach dem „Anschluss“
Österreichs 1938 emigrierte Schütz nach Finnland und dann nach Schweden, wo er 1949
die Staatsbürgerschaft erhielt. Sein Ansuchen um Einwanderung in die USA wurde 1941
abgelehnt. Nach Kriegsende war er in Schweden weiterhin als Film- und Bühnenautor
tätig und schrieb zum Teil unter Pseudonym zahlreiche Drehbücher für schwedische und
deutschsprachige Filmproduktionen. Bei seinem ersten Besuch Wiens nach Kriegsende
lobte Schütz den trotz aller Zerstörung vorhanden gebliebenen Wiener Humor und die
Stärke einer alten Kultur, die sich nicht durch die „Fakten einer harten Atombomben-
welt“ zerbrechen lasse. Dabei kritisierte er aber auch die starre Haltung der Besatzungs-
mächte. Sein unter dem Pseudonym Georges Roland verfasstes satirisches Theaterstück
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652 Autorinnen- und Autorenlexikon
Diskurse des Kalten Krieges
Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Title
- Diskurse des Kalten Krieges
- Subtitle
- Eine andere österreichische Nachkriegsliteratur
- Publisher
- Böhlau Verlag
- Location
- Wien
- Date
- 2017
- Language
- German
- License
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20380-3
- Size
- 15.9 x 24.0 cm
- Pages
- 742
- Categories
- Geschichte Nach 1918