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Vor 1918
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 - Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
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Aufenthalt inungesundenGegendenbei fehlenderärztlicherBetreuung 151 Erkrankungen wurden selten nach Wien gemeldet. Konsul Rappaport meldete in einem Privatbrief aus Bagdad im Juli 1903 seine gerade überstandene Erkran- kungen an Tropen eber und Darmkatarrh, die ihn ab Mai geplagt hatten, weil er in seiner Berichterstattung einen Rückstand aufwies und sein Amt nur einen Dra- gomanundKawassenbeschäftigte,dieseineArbeitnichtübernehmenkonnten.366 Für Srbik war 1834 Konstantinopel die Stadt der beständigen Feuergefahren und häu gen Brände mit unzureichenden Löscheinrichtungen, die Stadt des oft- maligenAuftretensderPestunddermangelhaftestensanitärenVorsorge,dieStadt derGeier,derwildenHundeundderBettler.367InderzweitenHälftedes19.Jahr- hundertslittKonstantinopelwieandereraschanBevölkerungzunehmendeStädte an Wassernot (Trink- und Brauchwasser). Bei Feuersbrünsten fehlte genügend Löschwasser.VonSickergrubenverseuchtesTrinkwasserbegünstigteCholera-und Typhusepidemien.ErstEndedes19. Jahrhunderts trateineEntspannungein.368 Selbst Peking erlebte im Diplomatenviertel vor und nach 1896 im Frühjahr StaubstürmeindenunbefestigtenStraßenderStadt.DiejährlichenRegenfällevon Anfang Juni bis Mitte August verwandelten die Straßen in ein Meer von Kot und Schlamm, berichtete Paula von Rosthorn, die Gattin des k.u.k. Geschäftsträgers in Peking.369 Brandt berichtete in seinen Erinnerungen über Tientsin von feucht- heißem Klima, das juckende Hitzeausschläge verursachte, Gestank und Sandstür- men, die die Atmosphäre so verdunkelten, dass man um 14Uhr bereits Licht an- zünden musste.370 Von Feuersbrünsten in Yokohama, die oft Hunderte Häuser zerstören konnten, weil diese fast nur aus Holz, Papierwänden und Strohmatten bestanden,berichtetederselbeausJapan.371 Selbst in St. Petersburg waren noch bis 1911 die sanitären Verhältnisse infolge des Fehlens eines entsprechenden Trinkwassers und des Mangels jedweder Kanali- sationdenkbarungünstig.372 Gesundheit war eine Voraussetzung für die Aufnahme in den Staatsdienst. Nicht wenige wiesen am Ende ihrer Dienstzeit ein Nervenleiden, manche eine Lungenkrankheitauf. splitter am Unterkiefer operativ entfernen und eine Beinhautentzündung behandeln lassen musste– Pe.Kral. 366 Privatbrief Rappaports an Konsul Winter in Wien, Bagdad, 2. Juli 1903. Pe. Rappaport, fol.559– 566. Durch die Erkrankung hatte Rappaport fast 20kg an Gewicht verloren. Ein ständigesSchwächegefühlmachteschriftlicheArbeit fastunmöglich. 367 Srbik,S.49.AuchWandruszka,S.453. 368 Dinçkal,S.64– 67. 369 Kaminski/Unterrieder,S.39f. 370 BrandtBd.I,S.176f. 371 BrandtBd.II.,S.20. 372 Agstner1996,S.11– 13.
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Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918 Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Title
Die effektiven Konsuln Österreich(-Ungarns) von 1825-1918
Subtitle
Ihre Ausbildung, Arbeitsverhältnisse und Biografien
Author
Engelbert Deusch
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2017
Language
German
License
CC BY 4.0
Size
17.4 x 24.4 cm
Pages
736
Keywords
Konsularbiografien, Konsularausbildung, Pflichten eines Konsuls, österreichisch-ungarische Konsulate, Arbeitsverhältnisse, Honorarkonsuln, Repräsentation
Categories
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