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Else Feldmann: Schreiben vom Rand - Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
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„AberwasistamSchlußallerdieserneuenDinge? Ach,nichts…“ „Aberwas ist amSchluß aller dieser neuenDinge?Ach, nichts…“891,mit diesemSatzbrichtder letzte–Fragmentgebliebene–RomanFeldmannsab. TatsächlichsetztdasVerbotderArbeiterZeitung infolgederFebruaraufstände 1934einenunumkehrbarenSchlussstrichunterdas ineinerZeitgesellschaft- licherAuf-undUmbrücheentstandeneWerkFeldmanns,wasdemeingangs zitiertenSatzangesichtsdarauffolgenderRepression,VertreibungundErmor- dungderAutorindurchdieNationalsozialisten– imNachhineingesehen– eineparadigmatischeBedeutungverleiht. SelbstausärmlichenVerhältnissenstammend,istesElseFeldmanngelungen, sich imWienderZwischenkriegszeit alsSchriftstellerinundJournalistinzu emanzipieren,undsichdabei,wie imRahmendieserArbeitaufgezeigtworden ist, ineinemmännlichdominiertenUmfeldzubehaupten. Wiebeschrieben,bewegtsiesichdabei, sowohl thematischalsauchdieWahl ihrer Figuren betreffend, zunächst noch imUmfeld einer umdie Jahrhun- dertwendeentstandenLiteratur,wobeiauch ihren frühenTextenbereits ein unterschwelliger sozialkritischerAspektunterlegt ist,der für ihr späteresWerk bezeichnendseinwird.DabeientwickeltFeldmanneineeigenständigeArtdes Schreibens,die sich–auchwasdieUmsetzungbereits vorhandenerGenres betrifft–vonderihrermännlichenKollegeninsofernabsetzt,alssie ihrenBlick daringleichzeitigaufdieäußerstenRänderderdamaligenGesellschaftsowie die innerstenBezirkedermenschlichenSeeleausdehnt. DieseEmanzipationhat sichzunächst imjüdischenMilieu,angesichtsnach demZerfallderHabsburgermonarchiebrüchiggewordenerIdentitätskonstruk- tionen, spätervorallemimsozialistischenUmfeldvollzogen,wobeiFeldmann als selbstdemProletariatentstammenderSozialistin, JüdinundFrau,wieSil- vermanargumentiert, einebesondereStellungzukommt,die ihrsowohleine zustimmendealsauchkritischeHaltunggegenübersozialdemokratischenRe- formprogrammenimRotenWienderZwischenkriegszeit ermöglicht. Kritik formuliertFeldmanndabeinichtnurausdrücklich,wieanhandvon Briefen anmännlicheKollegen sowie amBeispiel diverser Zeitungsartikel aufgezeigt, sondernauchverdeckt, indemsie in ihrenTextenpolitischeIdeale mitderBeschreibungder tatsächlichenLebensrealitätvonMenschenanden RandzonenderGesellschaftkontrastiert. DabeischärftvorallemdasErlebendesu.  a. in ihrenKindheitserinnerungen beschriebenenGefühlsder eigenenUnzugehörigkeitdenBlick fürdasAus- 891 ElseFeldmann:MarthaundAntonia.Wien.Milena1997.S.  370. http://creativecommons.org/licenses/by/4.0 | CC BY-NC-ND 4.0 © 2021, Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, Zeltgasse 1/6a, A-1080 Wien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Title
Else Feldmann: Schreiben vom Rand
Subtitle
Journalistin und Schriftstellerin im Wien der Zwischenkriegszeit
Author
Elisabth H. Debazi
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21213-3
Size
15.8 x 23.4 cm
Pages
306
Keywords
L
Category
Biographien
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Else Feldmann: Schreiben vom Rand