Page - 277 - in ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Image of the Page - 277 -
Text of the Page - 277 -
© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen
ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924
keineAuswirkungen aufDritte habenbzw. negativeAuswirkungen auf ein ge-
plantesObjekt durch eine geeigneteMaßnahmensetzung bestmöglich vermie-
denwerden.
DieErstellungeinerHangwassergefahrenhinweiskarte fürOberösterreich ist
fürdierelevantenDetaileinzugsgebiete jederGemeindevorgesehenundsolldie
Basis für eine gefahrenbewusste Entwicklung der Gemeinde sein. Darüber
hinaus ist die Hangwassergefahrenhinweiskarte eine wertvolle Fachgrundlage
für die Beurteilung baufachlicher und raumordnungsfachlicher Fragestellun-
gen.OptionalkannapriorieineBewertung/AbschätzungderWirksamkeiteiner
geplanten technischenSchutzmaßnahme inBezug auf das gesamteEinzugsge-
biet erfolgen.
Sinnvoll für eine vorausschauende Raumentwicklung wäre es, den Hang-
wasserabflussbereich entsprechenddenbundesweit einheitlichenKriterien für
die Ausweisung vonGefahrenzonen gemäßWRG1959 in unterschiedlich ge-
fährdeteBereiche zu gliedern.Das Ergebnis vonModellierungen sindWasser-
tiefe und Fließgeschwindigkeit für Niederschläge mit definierter Jährlichkeit
undDauer. Ergebnis ist dieUntergliederungderAbflussbereiche inbesonders
gefährdete (rote)undwenigergefährdete (gelbe)Zonen.
Die Randbedingungen fürModellerstellung sehen eine vereinfachte Abbil-
dungder tatsächlichenGegebenheitenvor.BaulicheDetailswiekleineVerroh-
rungen, Gartenmauern, Bordsteine bei Straßen, Gebäudeöffnungen, Zäune,
nicht öffentliche Straßen sollen dabei nicht berücksichtigt werden. Der Fest-
stoffanteil imWasser findet ebensokeineBerücksichtigung inderModellrech-
nung. Hinsichtlich hydrologischer Randbedingen werden derzeit Anfangsbe-
dingungen (z.B. verlustfreie Betrachtung) überlegt. Eingangsdaten zur Be-
messung (siehe Kapitel 11.3.2) stellen dabei eine weitere wenn nicht die
wichtigsteVorgabedar.
11.5.4 Fördermöglichkeiten fürMaßnahmendesHangwassermanagements
11.5.4.1 MaßnahmenderEigenvorsorge–Nicht förderfähigeMaßnahmen
zumSchutzbestehenderObjekte
Maßnahmen der Eigenvorsorge (z.B. zum Schutz einzelner Objekte) werden
nichtgefördert.EshandeltsichhierbeiumMaßnahmen,dievomObjektbesitzer
anseinemObjektoderauf seinemGrundstückumgesetztwerden.
Als Unterstützung für die Objektbesitzer sollten qualitativ geeignete Pro-
duktemittelseinesPrüfstandesaufBasisgeeigneterQualitätsanforderungen(zu
entwickelnderNormen)ermittelt undgekennzeichnetwerden.
Ausblick,Perspektiven,Herausforderungen 277
Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
back to the
book ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich"
ExtremA 2019
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
- Title
- ExtremA 2019
- Subtitle
- Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
- Authors
- Thomas Glade
- Martin Mergili
- Editor
- Katrin Sattler
- Publisher
- Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-7370-1092-4
- Size
- 15.5 x 23.2 cm
- Pages
- 778
- Category
- Geographie, Land und Leute