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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 achten, bestehendeRisikenperiodisch zuerfassenunddiesehinsichtlich ihrer Akzeptanz zu bewerten. DasKonzept des IRM folgt darüber hinaus einer dy- namischen Vorgehensweise und sollte bei der Umsetzung auch jüngste Ent- wicklungenbeiNaturgefahrenberücksichtigenwie sie z.B.durchÄnderungen derklimatischenGegebenheiten inden letzten Jahrenentstandenseinkönnen. ImKontext eines IRMwerdenAnsätze zumUmgangmitÜberlastfällen im AlpenraumindemBewusstseinentwickelt,dasseseineabsoluteSicherheit vor Naturgefahren nie geben wird und ein gewisses Restrisiko immer bestehen bleibt (Rimböck et al., 2012). In Bezug aufÜberlastfälle bedeutet dies, dass solcheFällewederausgeschlossennochvollständigkontrolliertwerdenkönnen undman sich auf diese Ereignisse sowohl in technischer wie auch in gesell- schaftlicherHinsicht sogutwiemöglichvorbereitenmuss. 13.2 Terminologie Fachleute fürNaturgefahrenundderenRisiken imAlpenraumhaben ein ähn- lichesVerständnis davon,wannEreignisse alsÜberlastfälle angesehenwerden sollten.Darüberhinaus existiert jedochkeine allgemein gültigeDefinitiondes Begriffs »Überlastfall«, die in allenAlpenländernund ihrenRegionenoder in den verschiedenen Sprachen akzeptiert wäre und verwendet würde (Schneid- erbaueret al., 2018b). ImGroßen undGanzen besteht bei Fachleuten aus denAlpen einKonsens darin,dassÜberlastfälleEreignissedarstellen,dieaufgrund ihrer Intensitätdie Leistungsfähigkeit bestehender Schutzsysteme (Schutzfunktion) bzw. die Be- messungsgrenzen von Schutzbauwerken überschreiten und somit zu Schäden undVerlusten führen können. Bei technischen Schutzmaßnahmenwird auch häufig von Ereignissen gesprochen, die dasDimensionierungsszenario (bzgl. Standsicherheit)übertreffen.ZusätzlichwerdenÜberlastfälle generell auchals Ereignissemit geringerEintrittswahrscheinlichkeit charakterisiert, die gleich- zeitig ein hohes Potenzial aufweisen, negative Auswirkungen zu verursachen. In mehreren Publikationen, technischen Dokumenten oder Richtlinien – insbesondere im deutschsprachigen Alpenraum – wird das Ereignis eines Überlastfalls genauer spezifiziert. Diese Erläuterungen beziehen sich in den meisten Fällen allerdings ausschließlich auf Hochwasser- bzw.Überflutungs- gefahren. Von den österreichischen Fachleutenwurde in der oben erwähnten Studie zuRisiko-Governance imUmgangmitÜberlastfällenalsQuelle für eine solche bestehende Spezifizierung die technischenRichtlinien der Bundeswas- serbauverwaltung(RIWA-T)genannt,inderunterÜberlastfalldieAbflüsseüber einemBemessungsereignisunddiedarausfolgendenAuswirkungenverstanden wird (BMLFUW, 2015b; Schneiderbauer et al., 2018a). Eine derwenigenDefi- ÜberdasErwartetehinaus–derUmgangmitÜberlastfällen328 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
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