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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen
ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924
wurdenĂĽberGemeinden und die fĂĽr die Auszahlung staatlicher Beihilfen zu-
ständigenBehördender Länder nachdemobengenanntenBundesgesetzüber
den Katastrophenfonds von 1996 (RepublikĂ–sterreich, 1996) zur VerfĂĽgung
gestellt. Innerhalb dieses Bundesgesetzes ist die Zuteilung vonRessourcen ge-
setzlichvorgeschrieben.Verluste vonPrivathaushaltenundUnternehmenauf-
grundvonNaturgefahrenwerdenzueinemgewissenGradvomKatastrophen-
fondsüberZuschüssederLänderkompensiert.DerKatastrophenfonds,bzw.die
RepublikÖsterreich, subventioniert die Länder bis zu fast zwei Drittel jener
finanziellen Unterstützung, die von den Ländern zur Unterstützung von Na-
turkatastrophen ausbezahlt wurde. Durch diese Entschädigungen erhalten die
betroffenenParteieneineEntschädigungbis zueinembestimmtenProzentsatz
desGesamtbetragsdererlittenenVerluste (Fuchs, 2009):
1) BeidenWildbachereignissen1997 imEinzugsgebiet desWartschenbachs in
denGemeindenNuĂźdorf-Debant undLienz ergibt sich einGesamtschaden
von2MillionenE; dieserwurde vonden zuständigenLandesbehörden an-
erkannt, was zu einem Durchschnittsschaden von ca. 50.000E je Antrag-
steller (bei einer Streuung von300bis 840.000E) fĂĽhrt. Aufgrund gesetzli-
cherRegelungendesKatastrophenfondswurdeimDurchschnittalsstaatliche
Beihilfe an die Geschädigten ein Anteil von nur 52,6% des anerkannten
Schadensausgezahlt,mit einer Spannweite zwischen35%und80%der in-
dividuell beantragtenSumme.
2)DieHochwasserereignisse imJahr2002 inderGemeindeMariaAlmfĂĽhrten
zu offiziell anerkannten Schäden in der Höhe von 1,5Millionen E mit
durchschnittlich 22.300E pro Antragsteller. Die individuell anerkannten
Schadenshöhen lagen zwischen 100 und 300.000E – in beiden Fällen für
SchädendurchMurgänge.EindurchschnittlicherAnteilvonfast60%wurde
vom Katastrophenfonds zur Entschädigung angenommen. Die generelle
Spanne lag zwischen 25% und 100% der individuell beantragten Scha-
denshöhe, wobei derMaximalanteil auch für Fälle eines konstruktiven To-
talschadens bei Gebäuden galt. Einige Antragsteller erhielten jedoch keine
Unterstützung,da ihreVerlustedurchVersicherungsverträgegedecktwaren.
3)Die Wildbachereignisse 2003 in Achenkirch-Unteraubach, westlich des
Achensees, fĂĽhrten zu einem amtlich anerkannten Gesamtschaden von
150.300E mit durchschnittlich rund 8.000E – diese geringen Schäden
fĂĽhrten zu einem durch den Katstrophenfonds ĂĽbernommenen durch-
schnittlichen Anteil von nur 23,7%; mit einer Spanne zwischen 0% und
45%.
4) ZumVergleich der Verluste ausWildbachereignissenmit anderenNatur-
gefahren inĂ–sterreichwirdalsBeispiel dasLawinenereignis ausdemJahr
1999inderGemeindeGaltĂĽr,herangezogen(Heumader,2000;Keiler,2004).
EinGesamtschadenvon7,45MillionenEwurdeoffiziellanerkannt,was im
Vulnerabilität690
Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
- Title
- ExtremA 2019
- Subtitle
- Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
- Authors
- Thomas Glade
- Martin Mergili
- Editor
- Katrin Sattler
- Publisher
- Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
- Date
- 2020
- Language
- German
- License
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-7370-1092-4
- Size
- 15.5 x 23.2 cm
- Pages
- 778
- Category
- Geographie, Land und Leute