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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 wurdenüberGemeinden und die für die Auszahlung staatlicher Beihilfen zu- ständigenBehördender Länder nachdemobengenanntenBundesgesetzüber den Katastrophenfonds von 1996 (RepublikÖsterreich, 1996) zur Verfügung gestellt. Innerhalb dieses Bundesgesetzes ist die Zuteilung vonRessourcen ge- setzlichvorgeschrieben.Verluste vonPrivathaushaltenundUnternehmenauf- grundvonNaturgefahrenwerdenzueinemgewissenGradvomKatastrophen- fondsüberZuschüssederLänderkompensiert.DerKatastrophenfonds,bzw.die RepublikÖsterreich, subventioniert die Länder bis zu fast zwei Drittel jener finanziellen Unterstützung, die von den Ländern zur Unterstützung von Na- turkatastrophen ausbezahlt wurde. Durch diese Entschädigungen erhalten die betroffenenParteieneineEntschädigungbis zueinembestimmtenProzentsatz desGesamtbetragsdererlittenenVerluste (Fuchs, 2009): 1) BeidenWildbachereignissen1997 imEinzugsgebiet desWartschenbachs in denGemeindenNußdorf-Debant undLienz ergibt sich einGesamtschaden von2MillionenE; dieserwurde vonden zuständigenLandesbehörden an- erkannt, was zu einem Durchschnittsschaden von ca. 50.000E je Antrag- steller (bei einer Streuung von300bis 840.000E) führt. Aufgrund gesetzli- cherRegelungendesKatastrophenfondswurdeimDurchschnittalsstaatliche Beihilfe an die Geschädigten ein Anteil von nur 52,6% des anerkannten Schadensausgezahlt,mit einer Spannweite zwischen35%und80%der in- dividuell beantragtenSumme. 2)DieHochwasserereignisse imJahr2002 inderGemeindeMariaAlmführten zu offiziell anerkannten Schäden in der Höhe von 1,5Millionen E mit durchschnittlich 22.300E pro Antragsteller. Die individuell anerkannten Schadenshöhen lagen zwischen 100 und 300.000E – in beiden Fällen für SchädendurchMurgänge.EindurchschnittlicherAnteilvonfast60%wurde vom Katastrophenfonds zur Entschädigung angenommen. Die generelle Spanne lag zwischen 25% und 100% der individuell beantragten Scha- denshöhe, wobei derMaximalanteil auch für Fälle eines konstruktiven To- talschadens bei Gebäuden galt. Einige Antragsteller erhielten jedoch keine Unterstützung,da ihreVerlustedurchVersicherungsverträgegedecktwaren. 3)Die Wildbachereignisse 2003 in Achenkirch-Unteraubach, westlich des Achensees, führten zu einem amtlich anerkannten Gesamtschaden von 150.300E mit durchschnittlich rund 8.000E – diese geringen Schäden führten zu einem durch den Katstrophenfonds übernommenen durch- schnittlichen Anteil von nur 23,7%; mit einer Spanne zwischen 0% und 45%. 4) ZumVergleich der Verluste ausWildbachereignissenmit anderenNatur- gefahren inÖsterreichwirdalsBeispiel dasLawinenereignis ausdemJahr 1999inderGemeindeGaltür,herangezogen(Heumader,2000;Keiler,2004). EinGesamtschadenvon7,45MillionenEwurdeoffiziellanerkannt,was im Vulnerabilität690 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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