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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 Zugang zu Bildung oder eine Frage des Geschlechts, die den Rahmen für die soziale Vulnerabilität inÖsterreich bildet, imGegensatz dazu ist der institu- tionelle Rahmen aus Landnutzungsvorschriften, Risikotransfermechanismen, individuellenWünschen und erwarteten wirtschaftlichen Vorteilen von Indi- viduen oder (einzelnen) gesellschaftlichen Gruppen. Folglich kann dieser Rahmengenutztwerden,umdiesozialeVulnerabilitätgegenüberNaturgefahren zuverringern. In Bezug auf natürliche Extremereignisse liegen viele Landnutzungsvor- schriftenunddiesichdarausableitenderegionaleEntwicklunginderHoheitder österreichischen Bundesländer, ebenso wie entsprechende gesetzliche Rege- lungen(Hattenberger, 2006;Kanonier, 2006). Sowohl fürdie regionaleals auch für die lokale Planungsebene existierenunterschiedlicheGesetze in Bezug auf Landnutzung, Flächennutzungsplanung und Gebäudeentwicklung. In Anbe- tracht vonGebieten, die durchNaturgefahrengefährdet sind, ist dasZiel, Ent- wicklungsaktivitäten in nicht exponierte Gebiete zu lenken, ein allgemeines PrinzipzurVerringerungderVulnerabilität,aberauchgleichzeitigaufgrundder zunehmendenKnappheit (sicherer) Flächen eine wichtige Aufgabe für lokale Verwaltungsbehörden. Obwohl die übergeordnete Regionalplanung und die nachgeordnete Raumplanung gesetzlich geregelt sind, ist eineUmsetzung auf lokaler Ebene nicht unbedingt ableitbar. Aufgrund der besonderen Interessen der beteiligten Akteure könnten Vorschriften höherer Ordnung in Bezug auf individuelle lokale Bedürfnisse alternativ gelöst werden, was zu einer verrin- gertenBelastbarkeitunddamitzueinerhöherensozialenVulnerabilität führen würde. In Bezug auf Risikotransfermechanismen, die darauf abzielen, die soziale Vulnerabilitätzuverringern,liegtderSchwerpunktinÖsterreichbislangaufder KompensationvonentstandenenSchäden,beispielsweise indemdieKosten für dieEntschädigungaufeinenVersicherungspoolübertragenwerdenoder indem öffentliche Ausgaben oder staatliche Beihilfen ausgezahlt werden.Wie in Ka- pitel 27.2.2erörtert, spielensolchestaatlichenBeihilfeneinegroßeRollebeider Schadenersatzleistung in Österreich, da Naturgefahren bisher nicht der Pflichtversicherung unterliegen (Holub und Fuchs, 2009). Da die staatliche EntschädigungnureinengewissenTeil dermonetärenVerluste abdeckt, ergibt sich eine signifikante verbleibende soziale Vulnerabilität (vgl. Kapitel 27.2.3). Diesewird regelmäßig durchprivate Spendenverringert,was zeigt, dass inhä- renteMechanismeninnerhalbdesgesellschaftlichenNetzwerksinderLagesind, dienegativenAuswirkungenvonnatürlichenExtremereignissen zubewältigen und somit die Vulnerabilität erheblich zu reduzieren. Es wird allgemein pos- tuliert,dassdasLeben invonNaturgefahrenbedrohtenGebietenzurKategorie derunfreiwilligeingegangenenRisikengehört–auchwenndiesnurzumTeilder Fall ist, da Betroffene grundsätzlich zwischen verschiedenen alternativen Le- Vulnerabilität696 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
Title
ExtremA 2019
Subtitle
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Ă–sterreich
Authors
Thomas Glade
Martin Mergili
Editor
Katrin Sattler
Publisher
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Date
2020
Language
German
License
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Size
15.5 x 23.2 cm
Pages
778
Category
Geographie, Land und Leute
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