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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 237 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 237 5.6.5 Die Konsequenzen aus dem Arbeitsprogramm – Bestandspflege in und -erweiterung für die beiden Bibliotheken Der Anklang, den das Arbeitsvorhaben beim Kaiser gefunden hatte, spornt Becker an, in einem beachtlichen Tempo die angeregten Verbesserungen und Reformen zu betreiben. Natürlich könnte Franz Josephs beinahe bedin- gungsloses Entgegenkommen in den einzelnen Punkten nicht nur als reges Interesse am Fortschritt der kaiserlichen Sammlungen interpretiert werden, wie Becker es zweifelsohne tat, sondern auch als Versuch, diesen Neben- schauplatz bei den zahlreichen gewichtigen Inanspruchnahmen des Kaisers möglichst schnell abzuhandeln, um sich nicht weiter damit beschäftigen zu müssen. Widmen wir uns zunächst jenen Punkten, die die Privatbibliothek Franz Josephs betreffen. Mit der Inventarisierung der in den kaiserlichen Apparte- ments und Jagdschlössern befindlichen Werke wurde sogleich begonnen. Im Jahresbericht für 1871 an Kabinettsdirektor Braun stellt Becker allerdings etwas resignierend fest: „Leider bin [ich] bis heute noch nicht in der Lage, Seiner Majestät das aller- höchst gewünschte vollständige Verzeichnis vorlegen zu können, da mir wäh- rend der Aufnahme in den kaiserlichen Gemächern bedeutet wurde, die Fort- setzung derselben könne erst später geschehen und man werde mich davon in Kenntnis setzen, was aber bis jetzt nicht geschehen ist. Dagegen habe ich zu berichten, dass mir zu gleicher Zeit ein Verzeichnis der in den kaiserli- chen Jagdhäusern zu Langbarthsee, Offensee und Mürzsteg vorfindlichen Bü- cher zugemittelt und eine Anzal [sic] literarischer Werke aus der kaiserlichen Kammer zur Aufnahme in die allerhöchste Privatbibliothek ausgefolgt wur- den, welche letztere sämtlich schon in den Katalog aufgenommen und ihrem Standorte zugewiesen sind.“743 Des Weiteren weist Becker die Kabinettskanzlei darauf hin, dass nun ihm alleine die Auswahl und Anschaffung jener Werke, die von Franz Joseph „zum unmittelbaren Gebrauche gewünscht werden“, obliege und er über sämtliche Unternehmungen, sei es literarischer oder künstlerischer Na- tur, unterrichtet werden möchte, die vom Monarchen finanziell unterstützt oder gar pränumeriert werden und von denen eine bestimmte Anzahl von Exemplaren zu erwarten sei.744 Neben den genannten Listen aus den Jagd- 743 FKBA27032, fol. 2v–3r. 744 Ebenda, fol. 3r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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