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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 269 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 269 gleichzeitig hier in Wien mit Hilfe des Prager Standortsrepertoriums877 ei- nen Dublettenabgleich vornehme.878 Die Bibliothekszahlen der nach Wien zu übertragenden Werke werden im Prager Standortsrepertorium mit Rötelstift durchgestrichen und die neue Bibliothekszahl der Privatbibliothek Franz Josephs mit Sternchen darun- tergesetzt. Für die Ferdinandea hatte man dafür die Signaturengruppe ab *3.001 (heute FERD 3.001) vorgesehen.879 Diese erste Nummer trägt nun Johann Christoph Adelungs 1788/91 erschienene „Vollständige Anweisung zur Deutschen Orthographie“, die zuvor mit der alten ferdinandeischen Bib- liothekszahl 1 bezeichnet war. Wurde ein Titel ausgeschieden und deshalb vorerst in Prag belassen, unterstrich man im Repertorium den Autorenna- men mit blauem Buntstift. Unter den ausgeschiedenen Titeln finden sich interessanterweise zahlreiche Werke, die Ferdinand während seiner Regent- schaft als Geschenk von Autoren, Verlegern etc. erhalten hatte. Werden sie in diesem Beitrag erwähnt oder sind diesbezügliche Akten im Archiv der Fideikommissbibliothek vorhanden und im Laufe des FWF-Projekts katalo- gisiert worden, so führte der Autor zur besseren Unterscheidung deren alte Bibliothekszahl aus dem ferdinandeischen Standortsrepertorium als einzige greifbare Signatur an (etwa „Ferd.alt.Sign. 3.326“). Die Nummern bis *3.000 waren grosso modo für den Altbestand der franzisko-josephinischen Privat- bibliothek reserviert. Das gemeinsame, zweibändige Standortsrepertorium für die nun erheblich angewachsene Privatbibliothek Franz Josephs, deren heutige Signaturen anstatt eines Sternchens allesamt den Vorsatz „FERD“ tragen, findet sich unter FKB.INV.2a. Auch in den Büchern der Ferdinandea wird der neue Eigentümer ver- merkt, indem man der Stampiglie Ferdinands – meist auf der Rückseite des schon gestempelten Blattes – die kunstvoll verschlungene und mit der Kai- serkrone geschmückte Initialenligatur Franz Josephs beisetzt (Abb. 25). Aufgrund des gestiegenen Arbeitsaufkommens, nicht zuletzt durch die Ein arbeitung des ferdinandeischen Bestandes in den gerade entstehenden Realkatalog, schlägt Becker eine Personalrochade vor. Sie hat die Ernennung Posts zum Kustos sowie das Nachrücken Alois Karpfs auf den Posten des ers- ten und Wenzel Schaffers auf jenen des zweiten Skriptors zur Folge.880 877 FKB.INV.81. 878 FKBA28015, Bericht vom 16.08.1875; vgl. auch das ausgefertigte Schreiben mit einigen kurzen Anmerkungen Franz Josephs in Wien, ÖStA, HHStA, Kabinettskanzlei, Direkti- onsakten, Kt. 9, 3–1875. 879 Eine Ausnahme bilden lediglich drei Werke aus der ehemaligen Bibliothek von Kaiserin Maria Ludovika, die ebenfalls zum ferdinandeischen Bestand gehörte, jedoch Signaturen vor der Nr. 3.001 tragen (FERD 2.815, 2.816 u. 2.817). 880 FKBA28016. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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