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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Page - 343 -
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Page - 343 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK UND DIE PRIVATBIBLIOTHEK FRANZ JOSEPHS 343 Höhe aller Gehälter angeführt wird. Möglicherweise missinterpretiert er die Andeutungen Thaas aber auch, da dieser damit vielmehr darauf gedrängt haben könnte, die Stelle des Vorstehers sammlungsintern nachzubesetzen. Geringer rät da- von ab, die Gehälter nun (als Kom- pensation) mittels Personalzulagen neuerlich anzuheben, da Khloybers Zulage erst im Juni 1868 von 500 auf 800 fl. erhöht worden sei und die beiden Skriptoren mit 1. Juli 1868 eine derartige Zulage von jeweils 200 fl. erhalten haben. Die Beamten würden ohnehin mehr verdienen als ihre Kollegen in der Hofbibliothek. Er schlägt deshalb vor, im Zuge der Vorstandsernennung auch eine Ge- haltsregulierung1105 durchzuführen und Georg Thaa eine Auszeichnung zukommen zu lassen, wiewohl dieser ohnehin keinen Grund zur Unzufrie- denheit habe, da nun auch sein Sohn (Josef) bei der Bibliothek versorgt sei, „den er auf Nebenwegen einzuschwärzen wußte“.1106 Braun befürwortet in einem wiederum vertraulichen Schreiben an Geringer dessen Anraten und schlägt vor, die Personalzulagen der beiden Skriptoren Thaa und Winkler ihren Grundgehältern zuzuschlagen und diese mit 1.470 fl. bzw. 1.260 fl. zu normieren, sowie die Bezüge des Offizialen Josef Thaa auf 1.050 fl. anzuhe- ben. Das Salär für den neuen Vorsteher sieht Braun in der Höhe von 1.890– 2.100 fl., da Becker damit sein Gehalt respektive seine einstige Pension als Schulrat erhalten bliebe. Die Anhebungen könnten Brauns Ansicht nach damit begründet werden, „daß die bisherige Mühewaltung der Bibliotheks- beamten mit der eigentlichen Privatbibliothek des allerhöchst regierenden Herren [Kaiser Franz Joseph] noch keine Entlohnung fand und diese Mühe- waltung unter einem neuen Vorstande voraussichtlich größer werden wird.“ Um Thaa „bei dem Entgange seiner zuversichtlich gehofften Vorrückung 1105 In diesem Fall bedeutet es wohl, dass die Personalzulagen den Grundgehältern zuge- schlagen werden sollen. 1106 Wien, ÖStA, HHStA, Kabinettskanzlei, Direktionsakten, Kt. 5, 4–1869, Schreiben vom 28.05.1869. Abb. 32: Kabinettsdirektor Adolf Freiherr von Braun (1818–1904) Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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