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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 424 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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DREI KAISER – DREI BIBLIOTHEKEN424 gängen und den Anlässen der Widmung geordnet, aufbewahrt werden. Da ferner bei der allerhöchsten Privatbibliothek der leidige Umstand eintrat, dass Exemplare von literarischen Werken zuweilen incomplett abgegeben wurden, so dass von manchen bereits lang erschienenen in der Reihe von Bänden einer oder mehrere fehlen, so liegt es gleichfalls im Interesse eines ordentlichen und verantwortlichen Gebahrens, diese fehlenden Bände nach- zuschaffen und sie ganz so wie die vorhandenen adjustieren zu lassen. Alles dies und die unausweichlichen Nebenauslagen mitgerechnet, die sich bei ei- ner zweckmäßigen Anordnung ungesucht ergeben, werde ich nicht zu hoch gegriffen haben, wenn ich mir erlaube, für die allerhöchste Privatbibliothek einen jährlichen Betrag von 600 fl. in Antrag zu bringen, der etwa in mo- natlichen oder vierteljährigen Raten aus der allerhöchsten Privatcasse zu erheben wäre und über dessen Verwendung der Vorstand Rech[pag. 52]nung zu legen hätte. Zur nähern [sic] Bezeichnung des Verhältnisses der allerhöchsten Pri- vatbibliothek zur k k Fideicommissbibliothek muß ich noch erwähnen, dass keiner der Bibliotheksbeamten, auch den Vorstand nicht ausgenommen, nach dem Wortlaut ihrer Anstellungsdecrete zu einer Dienstleistung für die allerhöchste Privatbibliothek verpflichtet ist und auch in den Acten der Bibliothek findet sich keine Andeutung einer solchen Verpflichtung. In den Decreten wird der allerhöchsten Privatbibliothek mit keinem Worte gedacht. Wenn nun in den ersten Jahren der Regierung unseres allergnädigsten Kaisers, wo die Zuflüsse in die Privatbibliothek wegen der oben berührten Abgabe der Bücher an die Hofbibliothek gering waren, eine solche Vorsorge nicht nöthig erschien, da es sich bloß um eine einfache Verzeichnung und Aufbewahrung der übernommenen Gegenstände handelte, es kann das von der jetzigen Zeit und der nächsten Zukunft nicht gesagt werden. Jetzt, wo die allerhöchste Privatbibliothek zu einer bedeutenden Anzahl von Bänden heranwuchs und für deren Besorgung die volle bibliothekarische Thätigkeit beansprucht werden muß, scheint es mir nothwendig, dass die Verpflichtung dazu für alle an der k k Fideicommissbibliothek Angestellten in irgend einer gelegenen Weise offiziell ausgesprochen werde. Unbeschadet der bereitwil- ligsten und eifrigsten Fürsorge, die ich in dieser Beziehung für mich und meine Beamten zusichern kann, halte ich es doch für nicht ganz verträglich mit der Seiner Majestät unserem Kaiser schuldigen Ehrfurcht, dass ein In- stitut, welches allerhöchst seinen Namen trägt und einen Theil allerhöchst Seines Privateigenthums zu besorgen hat, in gewissem Sinne der Gefällig- keit der Beamten anheimgestellt wird. [pag. 53] Eure Excellenz! Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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