Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Page - 458 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 458 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Image of the Page - 458 -

Image of the Page - 458 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text of the Page - 458 -

KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM458 rellen erworben (vgl. Abschnitt 2.2.3 u. Abschnitt 2.3.2). Von besonderer Be- deutung war für die Fideikommissbibliothek auch Jureczeks Ausbildung im Geniewesen, die es ihm ermöglichte, genaue Berechnungen über den Platz- bedarf anzustellen und Pläne zu zeichnen, als dies im Zuge der Übersiedlun- gen notwendig wurde (vgl. Abschnitt 1.5). Franz Schnürer (1859–1942) Ungefähr ein Jahr nach Jureczek wurde Franz Schnürer in die Belegschaft der Fideikommissbibliothek aufgenommen und das war, wie sich zeigen wird, der wichtigste personelle Zuwachs innerhalb meines Betrachtungs- zeitraums. Schnürer stammte aus einfachen Verhältnissen, er war der Sohn eines in Wien, im dritten Bezirk ansässigen Tapezierers. Einiges deutet da- rauf hin, dass der Knabe überdurchschnittlich intelligent und zielstrebig war: So soll er den Besuch des Gymnasiums gegen den Willen seines Vaters durchgesetzt und sich bereits 1877, noch während seiner Schulzeit, mit dem Gedanken der Gründung einer eigenen Zeitschrift getragen haben.85 Nach der Matura begann er, 1877 an der Universität Wien Germanistik zu stu- dieren. Die weitere Ausbildungsphase war allerdings durch Brüche gekenn- zeichnet. Nach mehreren Unterbrechungen des Studiums, in denen Schnü- rer bei der Grazer Tagespost arbeitete, setzte er dieses in Innsbruck fort, wo er am 15. Juli 1884 zum Doktor der Philosophie promovierte.86 Wie kam Schnürer nun an die Fideikommissbibliothek? Leider sind in den einschlägigen Archiven keine Akten vorhanden, die seine erste Einstellung betreffen. Das früheste mir bekannte Dokument, das darüber Auskunft gibt, ist ein langes Memorandum aus der Feder Beckers vom 7. Februar 1887, in dem er u. a. die Beförderung Schnürers zum dritten Skriptor beantragt. Darin heißt es, dass dieser „am 1. Jänner 1885 bei der kk. Familienfideicom- missbibliothek in probeweise Verwendung“ genommen wurde.87 Eine leichte Abweichung dazu enthält ein Personalblatt, das Bibliotheksdirektor Zhish- man zusammen mit den entsprechenden Schriftstücken für alle übrigen Bibliotheksangestellten im Mai des Jahres 1893 an die Generaldirektion weitergeleitet hat, nachdem er von dieser zwecks Berechnung der Pensions- ansprüche darum gebeten worden war.88 Darauf ist zwar übereinstimmend mit der zuvor zitierten Quelle vermerkt, dass Schnürer am 1. Jänner 1885 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in die Fideikommissbibliothek auf- 85 Jenner, Schnürer, 6 u. 11. 86 Jenner, Schnürer, 13–17. 87 FKBA31077, fol. 24v. 88 FKBA33090; Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 534, Z. 2198 ex. 1893. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
back to the  book Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918