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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 490 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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KAISERLICHES INSTITUT UND ERINNERUNGSRAUM490 die der Fideikommissbibliothek zukäme, motiviert war, und „der Plan der Erschließ[un]g der F. F.-Bibliothek für die Öffentlichkeit“.205 Damit sind in der Tat zwei Themen angesprochen, die für die Entwicklung der Fideikom- missbibliothek im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert bestimmend wa- ren und im 2. und 3. Teil dieses Beitrages einer umfassenden Würdigung unterzogen werden sollen. – Im „Exposé“ wurde außerdem festgelegt, dass auf den neuen Personalstand das Besoldungsschema der Generaldirektion anzuwenden wäre und dass die Finanzierung der Fideikommissbibliothek zukünftig nicht mehr aus dem Fideikommiss-, sondern aus dem Familien- fonds erfolgen sollte (vgl. Abschnitt 1.1.3). Auch die Ausarbeitung einer Dienst-Ordnung wurde erwogen. Die Notwendigkeit für eine solche sah Vize- Generaldirektor Hawerda-Wehrlandt aufgrund gewisser „Missstände“ in der Sammlung, die unter anderem die Ankaufspolitik betrafen. Denn nach seiner Meinung wäre „nicht erst jetzt und unter dem gegenwärtigen Leiter, sondern schon unter seinen Vorgängern und seit Jahrzehnten, dem Cha- rakter der Bibliothek als eines Haus- u. Familieninstitutes nicht oder nicht genügend […] bei den Nachschaffungen Rechnung getragen“ worden. Auch wird unverhohlen Kritik an den „Zuständen“ in der Fideikommissbibliothek geübt, was meine Einschätzung der Persönlichkeit von Alois Karpf und sei- ner Führungsschwäche noch einmal nachdrücklich bestätigt: „[...] die dortigen Personalverhältnisse […] haben sich geradezu anarchisch ge- staltet; und liegt naturgemäß die Schuld zunächst und zumeist in der jeder Lei- tungsgabe entbehrenden Persönlichkeit des ‚Leiters‘, Custos Dr. Karpf, so kann den anderen Beamten der Vorwurf nicht erspart werden, daß sie sich beeilt ha- ben, hievon zu profitieren, und daß sie jene dienstliche Unterordnung nicht frei- willig geübt haben, die ihnen ihr Chef nicht aufzuzwingen verstanden hat.“206 Mit Ende des Jahres 1906 war nun mit den in der Zwischenzeit erfolgten Personalveränderungen der Zeitpunkt gekommen, das im „Exposé“ formu- lierte Konzept umzusetzen. Der Entwurf für die „Regulierung des Status und der Bezüge der Beamten und Diener der k. u. k. Familien-Fideicommiss-Bib- liothek“ wurde am 8. Dezember in der Generaldirektion ausgearbeitet.207 Im Hinblick auf die im „Exposé“ festgelegten Bestimmungen gab es einige Kor- rekturen bzw. Ergänzungen. Zunächst hielt man es doch für ratsam, die Zahl der wissenschaftlichen Mitarbeiter nicht auf das Mindestmaß von zwei, son- dern lediglich auf drei zu reduzieren, da „der nur auf 2 Beamte beschränkte 205 Ebenda, [pag. 7–8]. 206 Ebenda, [pag. 18]. 207 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5, Kt. 537, Z. 4681 ex. 1906. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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