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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 523 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 523 in der Generaldirektion aufgrund der Originaldokumente auch des Umstandes, dass gemäß dem Hand- schreiben Kaiser Ferdinands vom 10. Dezember 1839 „die Competenz zur Behandlung der litterarischen u. Kunst-Einsendungen dem Oberst- kämmerer nur dann zusteht, wenn sie an Sr. Majestät selbst gerichtet sind.“314 Chertek beauftragte Schnü- rer damit, diese beiden Sachverhalte Weckbecker mitzuteilen und ihn aufzufordern, sich mit seinem Anlie- gen direkt an die Generaldirektion zu wenden, da dessen Umsetzung als „System-Änderung betrachtet werden“ müsste.315 Nach dieser Er- öffnung nahm der Kanzleidirektor im Oberstkämmereramt von seinem „in Unkenntnis eben dieser Sachlage vor etwa Jahresfrist mündlich ausgesprochenen Wunsche wieder Abstand“, merkte jedoch an, dass der Umstand, dass „der Bibliotheksleitung im Jahr 1900 ausdrücklich die Ermächtigung zur Annahme solcher Zusendungen, welche nicht Seiner Majestät sondern lediglich der Bibliothek zugedacht sind, erteilt worden ist“, „bisher hieramts nicht bekannt war“.316 Weckbeckers Versuch, die Entscheidungskompetenz über die Annahme der Gratiszuwendungen an die Fideikommissbibliothek zu beanspruchen bzw. wiederzuerlangen, hätte sich beinahe als Bumerang erwiesen. Denn Generaldirektor Chertek war der Meinung, dass sich die Bestimmungen des kaiserlichen Handschreibens von 1839 nicht einfach auf die gegenwärtige Si- tuation übertragen ließen, da damals der „1849 kreierte Fideikommiß, dem die Bibliothek untergereit wurde, noch nicht bestanden, ebensowenig [...] die Gen[eral] Di[rekti]on, welcher diese Bibliothek untergeordnet wurde. Wenn letzteres der Fall gewesen wäre, so würde die Antragstellung bez[üglich] der in die Bibliothek aufzunehmenden Bücher gewiß nicht dem Oberstkämme- reramte sondern der Gen[eral] Di[rekti]on übertragen worden sein“. Cher- tek beanspruchte deshalb, dass die Auswahl der dem Kaiser zur „Annahme“ 314 Wien, ÖStA, HHStA, GdPFF, J.R., R. 5., Kt. 537, Z.4476 ex. 1906. 315 FKBA37161, fol. 3r–4r. 316 FKBA37161, fol. 7r–v. Abb. 9: Drucksorte für die Antwortschreiben an jene Personen, die eine „allerhöchste Annahme“ ihrer Werke anstreben Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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