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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
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Page - 559 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

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BIBLIOTHEKSGESCHICHTE 559 signaturen nicht einfach in die alten Kataloge nachgetragen werden konn- ten. Wichtig ist jedoch, dass die Neuordnung der Porträtsammlung auch darauf abzielte, „alle bis jetzt in den verschiedenen Catalogen zerstreuten Eintragungen in den bis jetzt vollständigsten d. I. den alten alphabetischen Zettelkatalog zu vereinen“.488 Gemeint ist damit die sog. „Beetz-Kartei“, die alphabetisch geordnete Katalogzettel (zur Stände-Abteilung) von den 1820er Jahren bis in das 20. Jahrhundert enthält, auf denen auch der Stand der dargestellten Person angegeben ist. Anscheinend hatte sich die Einsicht durchgesetzt, dass ein alphabetisch geordneter Zettelkatalog bei Ergänzun- gen am einfachsten zu handhaben und zugleich das effizienteste Hilfsmittel zur Auffindung der Porträtgrafiken war.489 Kunstsammlung Becker ergriff aber auch die Initiative zu einer Revision, Inventarisierung und Neu-Katalogisierung der Kunstsammlung. Im Unterschied zu den drei anderen großen Teilen der Fideikommissbibliothek (Bücher, Porträt- und Landkartensammlung) war dieser Bestand alles andere als einheitlich. Die Kunstsammlung war weder systematisch angelegt worden, noch bildete sie konzeptionell oder physisch eine Einheit. Im Grunde handelte es sich um ein Konglomerat von zahlreichen Beständen, die großteils eher zufällig und nicht durch gezielten Ankauf in die Sammlung gelangt waren (vgl. Tabelle 2).490 Folglich existierte für die Kunstsammlung auch kein gemeinsamer Katalog; es gab nur eine Reihe von Zettelkatalogen zu den Teilbeständen, sofern überhaupt Verzeichnisse vorhanden waren. Ein weiterer Mangel, der auch die Porträtsammlung betraf, bestand darin, dass zu diesen Samm- lungsteilen keine Standortsrepertorien existierten. Derartige Verzeichnisse, die die Verbindung zwischen den Sammlungsobjekten, einer als Numerus currens geführten „unveränderlichen Zahl“ („Bibliothekszahl“), die das wich- tigste Identifikationsmerkmal darstellt, und dem Standort (Signatur) her- stellen, waren das beste Hilfsmittel, um das Vorhandensein eines Werkes und seinen Aufbewahrungsort jederzeit bestimmen zu können. Sie waren deshalb unabdinglich für die Evidenzhaltung der Inventur und für jede Re- vision. Standortsrepertorien existierten aber nur für die Bücher- und Land- kartensammlung. Sie waren bis 1859 kopiert und 1860 als Inventare dieser 488 FKBA31100, fol. 10r–v. 489 Diese Einschätzung auch bei Karpf, Hilfsapparat 2, 140. 490 Eine Aufstellung der einzelnen Gruppen mit Kommentaren u. a. zur Charakteristik, zum Umfang und zu den vorhandenen Katalogen gibt Jureczek im Konzept zu einer Denkschrift von 1907: FKBA37180, fol. 10r–12r. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
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Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
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