Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung
Page - 1000 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 1000 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Image of the Page - 1000 -

Image of the Page - 1000 - in Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung

Text of the Page - 1000 -

DIE FIDEIKOMMISSBIBLIOTHEK 1914–19191000 Die weiteren Ereignisse überschlugen sich, als Karl am 23. März 1919 von Schloss Eckartsau in die Schweiz abreiste.338 Diese erfolgte, nachdem die österreichische Regierung Karl vor die Wahl gestellt hatte, entweder eine Thronverzichtserklärung zu unterzeichnen und als Österreichischer Staats- bürger im Land zu bleiben, er im Falle einer Weigerung aber ins Exil gehen müsse oder bei Widersetzung die Verhaftung drohe.339 Die Vorkehrungen, die Karl für die Generaldirektion der allerhöchsten Privat- und Familienfonde und deren unterstellte Dienststellen einen Tag vor seiner Abreise traf, waren nicht sehr umfangreich. Er verfügte einzig die Umbenennung der „Generaldirektion der allerhöchsten Privat- und Fa- milienfonde“ in die „Generaldirektion der Habsburg-Lothringischen Vermö- gensverwaltung“ – aus der „k. u. k. Familien-Fideikommissbibliothek“ wurde nunmehr die „Habsburg-Lothringische Fideikommissbibliothek“.340 Außer weiteren Verfügungen, die die Dienstbezeichnungen und Vorkehrungen für Gehaltsauszahlungen bzw. Pensionsansprüche betreffen, traf Karl keine Verfügungen über das weitere Schicksal der gesamten der Generaldirektion unterstehenden Stellen.341 Nach monatelanger Ungewissheit begannen die strukturellen Verände- rungen im Wirkungskreis der Fideikommissbibliothek durch die von der österreichischen Regierung erlassenen Gesetze schlagend zu werden. Rich- tungsweisend für die weiteren Geschicke der Fideikommissbibliothek war im Besonderen das sogenannte Habsburgergesetz, also das „Gesetz betref- fend die Landesverweisung und die Übernahme des Vermögens des Hauses Habsburg-Lothringen“. 2.1 Das Habsburgergesetz Nicht nur von der Österreichischen Regierung, auch von anderen Nachfolge- staaten der Monarchie wurden Gesetze über das Erlöschen der Herrscher- Antwort der Generaldirektion erfolgte bereits nach Erlass des Habsburgergesetzes, also zu einem Zeitpunkt, als bereits feststand, dass durch das Habsburgergesetz sowohl der habsburg-lothringische Fideikommiss, als auch das hofärarische Vermögen in den Besitz der Republik übergehen werden: „Mit Rücksicht auf das Gesetz vom 3. April 1919 St.G. Bl. No 209 kann dermalen die beantragte Prüfung nicht veranlasst werden.“ Vgl. FKBA46088, fol. 2v. 338 Zur Frage der Erhaltung bzw. zum Untergang der Monarchie vgl. ausführlich Kovács, Do- naumonarchie. 339 Böhmer/Faber, Erben, 29. 340 FKBA46058, fol. 1r. 341 FKBA46058, fol. 1v–2v. Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY 4.0
back to the  book Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 - Metamorphosen einer Sammlung"
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918 Metamorphosen einer Sammlung
Title
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918
Subtitle
Metamorphosen einer Sammlung
Publisher
Böhlau Verlag
Location
Wien
Date
2021
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21308-6
Size
17.4 x 24.5 cm
Pages
1073
Categories
Geschichte Chroniken
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Familien-Fideikommissbibliothek des Hauses Habsburg-Lothringen 1835–1918