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den tann. Wenn aber der vom Gebläse tomnende Wind erhitzt
wird, bevor er zur Düse gelangt, dann sind dr lederne» Rbhren-
schläuche nicht zulässig, sondern man muß zu «bgedrehten Nußen,
wie bei ^ in Fig. 26, und zu ineinandergestickten ab- und aus-
gedrehten Röhrencndcn, wie bei L, seine Zusticht nehmen, wobei
man die Verlängerung oder Verkürzung mit Echraubenbewegung,
siehe die Figur, cder mit Getricbrädern und »erzahnten Stangen
einrichtet.
Ferner wird es oft nothwendig (und dac ist dann stets der
Fall, wenn sich die Windleitung in mehrere Zveige vertheilt, meh-
rere Düsen hat, und man wünscht die Windnenge bei einer oder
der andern Düse zu verändern) eine Windspcrmng in der Leitung
anzubringen, welches durch verschieden geformte Hähne, Pipen oder
Schuber bewerkstelliget werden kann. Einen Wndsperrungs-Hahn,
um den von Einer Seite kcmmenden Wind belebig nach zwei Sei-
ten zu vertheilen, oder umgekehrt den von znei Seiten kommen-
den Wind in beliebigem Verhältnisse nach eimr dritten Seite zu
leiten, zeigt Fig. 26 bei c. In Fig. 27 ist eine einfache Vor-
richtung mit zwei halbrunden Schubkolben m, n, «m den von «
kommenden Wind in beliebiger Menge nach den Düsenansätzen I»
und o gelangen zu lassen, wobei bloß die genau abgedrehten Schub-
stangen durch gut schließende Löcher der hölzernen Deckplatte ülau»
fen. Damit aber durch das Absperren des Windes von einer Düse,
z. V. von o, der andern Düse t» nicht mehr Wind zuströmt, so
sind diese Schubkolbcn durchbrochen, und in der Deckplatte befin-
den sich zwei Oeffnungcn von der Düscnwcitc, die mit Reibern k
versehen sind,. mittelst welchen der Wind in dem Maße ausgelassen
weiden kann, als er von einer Düse abgesperrt, der andern zu
viel zuströmen möchte, wenn das Wasserrad des Gebläses in seinem
Gange ungeändert bleibt.
In gewisser Veziehung müssen zu den Windleitungen auch j«n»
tonischen Röhrenstücke gerechnet weiden, durch die der Wind in len
Verbrennungsramn gelangt, und die man Formen oder Eßei-
se n benannt hat. Sie sind beim Eisenfrischwesen der leichtern
Negulinmg wegen fast immer aus Kupfer gesertiget, und baten
eine mannigfaltige Gestalt, die wir bei jedem einzelnen Frischprc-
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Title
- Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
- Subtitle
- in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
- Author
- Peter Tunner
- Publisher
- C. Tanzer'schen Schriften
- Location
- Graz
- Date
- 1846
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.09 x 19.47 cm
- Pages
- 540
- Keywords
- Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
- Categories
- Geschichte Historische Aufzeichnungen