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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 367 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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znschmchen vermag, ohne daß er dadei förmlich durchzerrennt, d. h. chne einen Theil des Einqcrennten wieder als Roheisen hcrauszu- bringen. Aus rohen Durchschüssen, halb hartem halb weichem Eisen macht man sich nichts daraus; denn dies ist das gewöhnliche Er- gebniß, welches nicht beirrt, da man viele Artikel hat, für welche ein halbhartes Eisen an seinem Platze ist, und es nur darauf an- kömmt , daß man nach dem Verhalten des Eisens unter dem Ham- mer die paffende Sorte daraus schmiedet. Allein wenn man in die Lage kommt, eine bestimmte Sorte Eisen erzeugen zu müssen, dann blechen Mängel, Tadel und Verluste von allen Seiten los, und der beste Frischer bei seiner zufälligen, ««Verläßlichen Arbeit wird völlig unbrauchbar. Das Zu- oder Nachzerrennen bietet bei der köscharbeit keine Verschiedenheit von jenem, das wir in §. 94 bei der Schwallarbeit kennen gelernt haben, besonders dann, wenn man hierbei ziemlich viel Dünneisen hat, wie es bei der Tchwallarbeit gewöhnlich ist. Wenn übrigens auch gar kein Dünneisen vorhanden wäre, läßt man zum Nachschmel;cn der zerstreuten Brocken, und damit der Dachcl auf der Reinseite gehörig ausgaart, doch immer ungefähr '/^ Stunde nachblasen. Nur in dem Falle als man sich vermöge beständi- gen Nohganges endlich entschlossen hat statt eines Eisentackels einen Stahldachel zu machen, was in der That öfters geschieht, dann wird nicht nachgeblascn, sondern auf die Weise verfahren, wie wir im §. 138 bei der stcirischen Rohstahlfrisckung sehen werden. Der ganze Zerrennprozeß, eingerechnet das Dachelausbrechen, nimmt gewöhnlich zwei Stunden in Anspruch. ß. l « » Das Aussehen eines guten köschdachels (durch die Frischarbeit am Löschboden erzeugten Tachels) wenn kein Schwall- boden zurückgeblieben ist, unterscheidet sich auf der Reinscite von jenem eines Schwalldachels nicht; auf der untern Seite dagegen er- scheint er, wie an dem Rande herum, mit einer etwas dunklen von Schlacke durchdrungenen Hülle uünegen, und von regelmäßiger abgerundeter Gestalt. War der mitausgeliobene Schwallbodcn von einiger Bedeutung, so erscheint dieser als eine dunkler gefärbte Kappe auf der untern Seitt, und läßt sich gewöhnlich mit der Rcnnstange leicht abstoßt», oder zerbricht und fällt ab bei tcn ersten Schlägen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden