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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 385 — lcn lie im §. 92 angeführten Regeln, um ihn gleichförmig, stä» ker cler scOwächcr, g^arcr cter roher zu machen, oder um ihn schneller und höher heranzubilden, eder tiefer unten zu lassen. Nach beendetem Ausheiln wird die eingelegte Vlatlelparthie mit Hülfe der großen Deulstangc in horizontaler Lage um mehrere Zoll der Form naher gerückt, und gewöhnlich der Wind etwas ge- schwächt, damit die während des Aushcizens bis nahe zum Schmel- zen erhitzten Vlattcl nur langsam einzurennen beginnen. Je nach Beschaffenheit des Frischbodcns und der gebratenen Vlattel kann das Vorrücken derselben gegen die Form wie die Stärke des Windes mehr eder weniger betragen. Auf die vorgerückten Vlattel wird dann ein zweites Packet auf der Windseite darauf gelegt, welches wieder beiläufig in die ursprüngliche Entfernung der ersten Parthie von tcr Form gehalten wird; auch in dieser Vlattclparthie sollen die kleinen Stücke vermieden werden. Durch diese deitcn Noheisenpackete kommen an 200 bis 220 Pfund gebratene Vlattcl ms Zerren»« fcuer; und nachdem der Zcrrennprozeß schon weiter vorgerückt ist, sich bereits Tünneisen (in Karnlen Sauer genannt, worunter überhaupt ftüssiges Eisen »erstanden wird) gebildet hat, werten die ausgehaltenen kleinen Vlattclstücke mit Weich vermengt auf ter Windseite des Feuers zu oberst auf die Kohlen, je nach dessen Menge in Einer oder mehreren Portionen aufgesetzt, «ny damit die ganze Nohcisenmcnge zu einem Dcul uon ungefähr 220 bis 240 Pfund «» das Fcuer gebracht. Was die Ncgulirung des nunmehr eingeleiteten Frischprozesses mit dem Vorrücken des Roheisens, der Stärke des Windes, de« Tinterabstcchen und Zusatzaufgeben anbelangt, treten wieder alle jene Rücksichten ein, welche wir im §. 93 umständlich erklärt ha- ben. Den Leitfaden goben hierbei ebenfalls tcr Frischboden, die Frischschlacke und der Lauch des Feuers. — Das Vorrücken dcs Roh- eisens geschieht stets mit der großen oder kleinen Nennstange, wobei man immer Acht haben muß, daß man die zusammengeleg- ten Vlattel nicht in Unordnung bringt, sondern in einem Packele erhält; dieses muß uon Zeit zu Zeit, selbst wenn kein Vorrücken beabsichtigt ist, mit der Ztennstange gelüftet werden, damit es durch die darunter verbrannten Kohlen nicht zu tief auf den Voden nie»
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden