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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 406 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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,— 405 — Eisen in 5er Grube bleiben, welches noch etwas Zusah eingestaucht erhält, in so ferne sein Flüssigkcitszustand dieses gestattet, und dann nach einiger Zeit als letzter Vodcn ausgehobcn wird. Von Einer Harlrcnn mit beiläufig 5 Zentner fallen in der Regel 6 bis 8 Vöden aus. Auf den Eisenhämmern in Steiermart und Salzburg ist aber selbst diese Ausgleichung mit dem Einstauchcn der Weich nicht üb- lich, womit in der That nicht viel gewonnen ist, well man diese Zuschläge bei der nachfolgenden Frischarbeit im losen Zustande bei- nahe eben so gut zur Anwendung bringen kann. Es ist daher nichts außerordentliches, daß, wenn graues Roheisen eingerennt wird, man wieder mehr oder weniger graue Vöden oder Vlattel erhält, und es würde noch viel öfter vorkommen, wenn beim Vodenheben nicht das viele Wassergießen wäre, wodurch das Roheisen abgeschreckt und dadurch gewöhnlich weiß und strahlig gemacht wird, wie dieses beim Vlattclheben unmittelbar am Hohofen ebenfalls erfolgt *). Wo das Hart;errennen auf den gewöhnlichen Herden mit et- was mehr Sachtenntniß betrieben wird, berücksichtiget man die Ve- ') M>'» kann «war «ich» behaupten, L«s> La« Hartzerrennen «ine gonz vergebliche ^r!>r,t war, wcnn das Roheisen nach dieser Operation wieder nahe denselben oder vielleicht s»gar einen großer» Kohlcngehalt zeigt, als es vor derselben besaß i den» durch die viele Berührung not dem Winde, welchem da« Roh- eisen beim Einschmelzen und «och nach demselben in der Hecdgrube »nver« weidlich ausgesetzt >st, wird jedenfalls cm Theil der Kohle un? d,r übrigen Verunreinigungen dez Oiscns »rydirt und dadurch abgeschieden, und nur die viele Berührung des ftusssgen ßiscns n«t Kohle und Kohlenloschc verursacht, laü wieder Kohle aufgenommen wird, die bisweilen mehr betragen lann «ls Die abgeschiedene; allein von den ubrigin Verunreinigungen, w>e Silicium, Hchwefe! u. dgl. kann aus der umgebenden Kohle m^'ts aufgenommen wer- dc>r> daher das Roheisen icdcnfalls eine wichtige Reinigung erfahren Hot, Dessenungeachtet dlcibt es eine nicht zu entschuldigende!llernach!>>s>1gun,, «der Unkenntnis», wenn man die beim Hartzerrcnncn dargebotene Gelegen- heit nicht benutzt, durch entsprechende Mittel den Kohlengchalt ebenfalls zu vermindern, um »em daraus folgenden Frischprozcsse ei» besscns vorderei- »etcs Roheisen zu übergebe». Mie weit man darin gehen soll, l>äng» »on »er Art des folgenden Frischprozcsscs unv dem Umsiandc ab. ob »araus Stabeisen oder Rohstahl bereitet werden soll; nur kann bemerkt werden, dasi man für keinen Fall so weit gehen soll, dass die ganze Haltrenn zu eine», Klumpen verkocht oder erstarret, wie das bei »er alten «orlitscharbcit geschah, weil wan sich hierdurch am Frischfeuer einem unnöthig großen Kohlen, und Zc,l- «erlüst «»«setzt, »i« die grosje Masse <wcnn sie «uch in ellicke stucke l<>« schlagen wird, «um Schmelzen gebracht wird
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden