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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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— 420 — gesteigert wird. Die Mittel dazu hat er in der Windfichrung und Regulirung der äußern Hülle des Haufens; hauptsächlich aber hängt die Größe und Tauer ter Hitze an den einzelnen Stellen von der Art und Weise der ersten Zusammenstellung, wie von der Menge und Beschaffenheit des zum Vette und zur Hülle verwendeten Vrenn- matcrialcö ab, »ras sich während des Vratprozesses selbst natürlich nicht mehr ändern läßt. Wenn das zuerst entzündete Ende des Haufens schon hin- länglich durchgeglüht, aber noch in völliger Glut sich befindet, schrei« tet man zum Vratcnreißen, d. h. es werden die gan; gebratenen Parthien mit langen Eisenhaggen und Wuchtstangen herdangeris» sen, dann aber der übrige Haufen sogleich wieder mit Lösche be- deckt, also ähnlich wie beim ersten Kohlenausziehen eines liegenden Wertes bei der Holzvntohlung vorgegangen. Es ist nöthig, das Vratenreißen, wenigstens bei größern Haufen, vor der gänzlichen Beendigung dcs Glühens zu beginnen, damit die durch thcilweise zu große Hitze zusammengebratenen, halbgeschmolzenen Klumpen in der Glühhitze noch auseinander gerissen werden können, was im kalten Zustande entweder gar nicht, oder doch viel schwieriger zu vollbringen wäre; je mehr übrigens solche Klumpen zum Vorscheine kommen, desto schlechter ist der Vratprozcß ob zu rascher Hitze ge- führt worden. In dem Maße, als der Glühprozcß von einem Ende des Haufens zum andem vorschreilet, wird mit dem Vratenreißen periodisch nachgegangen, bis endlich die letzte Parthit herausgenom- men ist. Vei einem Vraten von 159 Zentner kann man bei guten Vlattcln rechnen, daß von der ersten Anfeuerung desselben in ungefähr 30 Stunden mit dem Vratenrcißen begonnen wird, was mit periodi- schen Unterbrechungen durch ungefähr 10 Stunden währt, so daß auf die ganze Vratpericdc 40 Stunden entfallen. Vci Vraten mit beiläufig 50 Zentner dauert die ganze Vratperiode !5 bis 20 Stunden, wenn die Vlaltcl nicht zu dick sind; bei dickern Vlattcln hingegen, die lang- samer und mit immer mehr gesteigerter Hitze gebraten werden sol- len, kann ter Prozeß bei derselben Vlattclmcnge 30 bis 36 Stun- den fordern, wenn man ein entsprechendes Resultat erlangen will. Nachdem der ganze Vraten auseinander gerissen ist, wird ter Hcid bis auf den kufttanal sorgfältig gereiniget, wobei man gewöhnlich mehr oder weniger abgeschmolzenes und am Herde gesammeltes
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden