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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
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Page - 448 - in Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden - in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg

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— 448 — ununterbrochenen Operation in ein und demselben Herde, und überdies wird das Aushcizen des Luppeneisens gleichzei- tig in demselben Herde vorgenommen. Die Folge davon ist bessere Benützung der erzeugten Wärme, also Vrennmaterial- ,,ersparung, aber unvollkommenere Hitzen für das Ausschmie- den der Stäbe. 2. Vei der deutschen Frischmethode wird das Frischen unter mehr« mals wiederholtem Aufbrechen und Niederschmelzen vor der Form, also bei vermehrter Handarbeit und vermehrter Be- rührung mit dem Winde vorgenommen. Die Folge davon ist ein verhältnißmäßig schnelleres Frischen, also wieder Kohl- ersparung, aber größerer Calo und höhere Arbeitslöhne; und zwar, je weniger hoch der Herd mit Kohlen bedeckt gehalten, und je weniger hoch die Masse aufgebrochen wird, desto mehr Kohlen werden erspart, desto größer aber wird der Calo. 2. So lange die Eiscnmasse bei der deutschen Frischmethode nicht schon einen ziemlich hohen Grad der Gaare erreicht hat, be- findet sich dieselbe in einem regellosen, ungleichen, bröcklich- ten Zustande, bei dem das Einschmelzen sehr unregelmäßig erfolgen muß. Man kann daher durch diese Methode wohl ein sehr gleichförmiges weiches, aber kein gutes hartes Eisen, noch weniger Stahl erzeugen. 4. Vei der Ginmalschmelzerei befindet sich das mit der Zange zum Einschmelzen gebrachte Roheisen zwar in einem gleichförmi- gen aber viel roheren Zustande, als die Eiscnmasse vor dem letzten Einschmelzen im deutschen Frischherde. Das Eiuschmel« zen muß daher langsamer, bei höher gehaltener Lage, und bei steilerer Form geschehen. Die Negulirung des Einschmel- zens liegt jeden Augenblick in der Hand des Arbeiters, der die Flossengarbe beliebig rücken kann, und es ist dadurch in seine Macht gegeben, ein gleichförmig hartes oder weiches Stabeiscn zu erzeugen, wenn er stets in genauer Kenntniß von der Beschaffenheit des bereits niedergeschmolzenen Gutts bleibt. 5. Der separate Hartzcrrennprozeß, oder die Vorfrischung über- haupt, kann in eigenen, nur für diesen Prozeß geeignelen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Title
Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden
Subtitle
in den Ländern des Vereins zur Beförderung und Unterstütztung der Industrie und Gewerbe in Innerösterreich, dem Lande ob der Enns und Salzburg
Author
Peter Tunner
Publisher
C. Tanzer'schen Schriften
Location
Graz
Date
1846
Language
German
License
PD
Size
11.09 x 19.47 cm
Pages
540
Keywords
Stahlindustrie, Stahlwirtschaft
Categories
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Gemeinfaßliche Darstellung der Stabeisen u. Stahlbereitung in Frischherden