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Generative Bildarbeit - Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
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140 Selbst-Positionierung Die generativen Bilder gehen aus einem längeren kollektiven Prozess hervor, der von den individuellen Beiträgen der Teilneh- mer_innen getragen wird. Damit sich die Teilnehmer_innen auf ihren je eigenen Beitrag besinnen können, empfiehlt es sich, sie um ihre Selbst-Positionierung im generativen Bild bzw. in den generativen Bildern zu bitten. Eine einfache Variante der Selbst-Positionierung besteht darin, dass die Teilnehmer_innen ihre Namen auf ein Post-it schreiben und das Post-it an jener Stelle in der Bilderlandkarte anbringen, die ihnen zentral erscheint. Etwas aufwendiger ist es, wenn die Teilnehmer_innen kleine Selbstporträts anfertigen bzw. einander fotografieren, um diese Bilder in der Bilderlandkarte zu positionieren. Generative Bilder und Themen „Ich muß noch einmal unterstreichen, dass sich das generative Thema nicht im Menschen abgesehen von der Wirklichkeit finden lässt, auch nicht in der Wirklichkeit abgesehen vom Menschen — noch viel weni- ger in einem ,Niemandsland’. Es ist nur innerhalb des Mensch-Welt- Verhältnisses erfassbar.“ (Freire 1978: 88) In einem letzten Schritt geht es darum, von der Bilderlandkarte, die die gene- rativen Bilder beinhaltet, zu generativen Themen zu gelangen. Die Teilnehmer_ innen werden gebeten, ihre Gedanken zur Bilderlandkarte zu sammeln und ähnlich wie bei der Eröffnungsrunde diese Gedanken in Form von Fragen, Schlagwörtern, Bildbeschriftungen auf Notizzetteln oder Post-its festzuhalten. Diese Post-its können an jenen Stellen im Bild positioniert werden, die den Teilnehmer_innen passend erscheinen. Es ist allerdings empfehlenswert, die Anzahl der möglichen Post-its einzuschränken, damit sich die Teilnehmer_ innen auf jene Themen konzentrieren, die ihnen am meisten bedeuten. Die generativen Themen, die aus dieser Aktion hervorgehen, bezeichnen Aspekte und Zusammenhänge, die im Leben der beteiligten Menschen zu einem gewis- sen Zeitpunkt, an gewissen Orten und in gewissen Zusammenhängen eine bedeutsame Rolle spiel(t)en. Sie taugen weniger zur Verallgemeinerung, als dass sie dabei helfen, ein besseres Verständnis für eine gewisse Situationalität zu entwickeln.
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Generative Bildarbeit Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Title
Generative Bildarbeit
Subtitle
Zum transformativen Potential fotografischer Praxis
Author
Vera Brandner
Publisher
transcript Verlag
Date
2020
Language
German
License
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5008-6
Size
14.8 x 22.5 cm
Pages
276
Keywords
Forschendes Lernen, Fotografische Praxis, Methodik, Generative Bildarbeit, Grenzarbeit, Kulturelle Differenz, Praxeologie, Selbstversuch, Reflexive Grounded Theory, Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmungen, Situationalität, Reflexivität
Category
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