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Vor 1918
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
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Page - 26 - in Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz

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25 Zunftfahnen91] aufschien. Es zeigte wie bereits erwähnt einen senkrecht stehenden Balken mit nach rechts abzweigendem abwärts geneigtem Schrägstrich“ [l`, s.o.].92 Burgstaller und Pfeffer bezogen auch die Lage des „Haken“, seine Angrenzungen, die vermutlich ursprünglich andere Konstellation des umliegenden Grundbesitzes, den durch das Gelände nördlich der Donau verlaufenden Schefweg/Scheffweg,93 etc in ihre Studien mit ein, nicht nur als Salz-Transportweg zu und von den Schiffen, sondern auch im Einklang mit einer ideal gelegenen Gerichtsstätte und gerichtlich festgesetzten Grenzen, wofür ua die Gerichtssäulen samt Eisendorn und ihr Aufstellungspunkt im Hagen Zeugnis geben. An dem in einer der Hagen´schen Säulen befindliche Eisendorn war vormals ein Ring befestigt, wo Malefikanten, also Übeltäter größerer Delikte, bis zur Übergabe an das zuständige Landgericht bzw zur Abholung, angehängt wurden. Der Hagen erschien Pfeffer und Burgstaller bei der Begehung als ein Gelände- und Besiedlungs- mäßig gut vorstellbarer Teilabschnitt dieser alt- festgelegten Grenzen und Gerichtssprengel.94 Der in Urkunden des 12. und 13. Jhs als Schefweg bezeichnete Weg durch das Herrschaftsareal Hagen [„via dicta Schefwech“, „via quae vulgo Schefwech dicitur“, „via, que Schefecke dicitur“, „vetus via Schefecke“ usw,95] nahm seinen Ausgang am „unteren Ort“/ „Fleck“/ „Platzl“ am Urfahrer Brückenkopf, wo die Förgen96 mit ihren Zillen und Fährschiffen landeten. Der weitere Verlauf wird Richtung Fischergasse und alte Ottensheimer Straße, vorbei an Mairstorff [Halb Mairstorff wurde zB im 15. Jh stets gemeinsam mit Hagen verlehnt] zur Höhe des Landgutes Hagen beschrieben. Von dort führte er durch den noch erhaltenen Hohlweg 97 im Herrschaftsareal gerade bergauf, vorbei am Bauernhof Schableder, über den Pöstlingberg nach Norden/ Nordwesten, Götzling, Gramastetten und weiter ins obere Mühlviertel.98 Die Grenzbestätigung (Waxenberg – Wildberg) von 1227, als der Landesfürst die Herrschaft Waxenberg (inkl. Hagen) erwarb, erläutert: „Iste est terminus inter prouentus ac proprietates de Waessenberch, et proventus ac proprietates episcopales de Havnsperch dictos 91 Ströbinger Gertrude, PI 22. Jänner 1998: „Zunftfahndln“, und „alte „Haus- Namens- Tafeln mit dem verkehrten senkrechten Einser“ befanden sich auf dem Dachboden des Schlosses Hagen, wurden mit dem Schloss "entsorgt". Reder Walter, PI 3. Februar 1999: Ludwig Pruscha hatte Zeichnungen der Zunftfahnen angefertigt. Univ. Prof. Dr. Helmut Pruscha, Enkel L. Pruschas, PI 25. August 2006: Leider sei alles im Zuge der Verlassenschaftsräumung von der Haushälterin des Großvaters „entsorgt“ worden. 92 Burgstaller (/Pfeffer), PI 23. September 1998. Goffitzer, PI 21. November 2002: Er habe sich intensiv mit den Runen-Alphabeten beschäftigt, bei diesem Zeichen handle es sich eindeutig um eine Rune, jene für Wasser, Quelle "lagus": > Hagen liege an der Donau und besaß Quellen, Bäche. Schäffer, Merkwürdiges aus dem Hagen/Linz; Schäffer, Schloß Hagen bei Linz. Vgl Wilhelm Friedrich, Von alten Gerichtsstätten. In : Tagespost Nr. 167, vom 22. Juli 1935. 93 In der Wildberger Urkunde von 1198 als „schefwech“ bezeichnet: Handel-Mazzetti, Wildberg, 4a, 44f. AStL LR A1a, 43/88, 1198, 1227. OÖLA, A Stbg, Sign. 1, 1198 23/6 > 1245. Boshof, PR, II, 94/1532. Katzinger, Markt/Maut, 54. Durch den Hagen verlief der Hell-Weg >Höllweg > die Haunsperger Straße: Das Salzburgische Geschlecht der mächtigen Haunsperger verführte das Salz von Hallein > Inn > Donau > Linz (sie waren bis 1206 im Besitz der Ansiedlung Linz, dann Verkauf an den Landesfürsten Leopold VI.) > via Wildberg (Haunsperger Burg im Haselgraben) nach Böhmen. Schäffer, Adelsgeschlechter Hagen, Haunsperg x. In Niederbayern wird der Begriff Schefweg mit Salzweg, Saumsteig, Weg zu den Schiffen gleichgesetzt, sei keine Fahrstraße gewesen. Im 16. Jh erhielt er dort die Bezeichnung „Goldener Steig“ im Hinblick auf das kostbare Salz. Auf diesem Weg wurde das Salz über Passau durch den "Nordwald" nach Böhmen transportiert. 94 Burgstaller, PI 3. Februar 1999. Auch Ansicht Wacha´s, PI 21. Dezember 2004; Mezler-Andelbergs, PI 28. Juni 1999. Eisenrest etwa in halber Höhe der rechten Säule (siehe Plan/Foto). 95 Pfeffer, Altwege, 155. Laut Burgstaller, PI 12. November 1997, bedauerte Pfeffer, die Wege im Bereich des Hagen für seine Studie über die Altwege nicht intensiver erforscht zu haben (Zeitproblem). 96 Auch Ferge, Färge, Förge = Fährmann. 97 Schäffer, Merkwürdiges aus dem Hagen/ Linz, 7f. 98 Pfeffer, Altwege, 156f. Pfeffer, Fernstraßen, 527: Der Linzer Schefweg sei bereits 1154 erwähnt worden. Schäffer, GHft Hagen/Linz, Bd I. Schäffer, Adelsgeschlechter Hagen, Wallsee. Schäffer, Lehenträger Hagen.
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Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Title
Gerichtsbarkeit und Gerichtssäulen der ehemaligen Herrschaft Hagen bei Linz
Authors
Hanna Schäffer
Herbert Schäffer
Publisher
Eigenverlag Schäffer
Location
Linz
Date
2015
Language
German
License
PD
Size
21.0 x 29.7 cm
Pages
64
Categories
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