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durch die Einwirkung von Feuchtigkeit nnd Kälte eine über
Nacht entstandene Nialto-Brücke von Holzklötzen hier noch nicht
gesehen worden, wie dort; aber dennoch bat man schon erfah-
ren, daß kein anderes Tlraßenpfiastcr so leicht Locher nnd Un-
ebenheiten bekommt, in der Nässe schlüpfrig und dadurch be-
sonders den Pferden gefährlich wird, als dieses.
Sorgfältig beliauenes und in regelmäßigen Würfeln ge-
legtes Granitpffaster wie in Wien, darf man hier vor der Hand
noch nicht suchen; die große Entfernung eines hienl geeigne-
ten Granites, der aus der 14 Meilen entfernten Gegend von
Scckau bei Knittelfeld herbeigeschafft werden müßte, steigert den
Preis der danl geeigneten Steine so sehr, daß die Belegung
einer Hü Klasier mit 8—9 Migen Würfeln auf 20 — 25 fl.
C. M. ;u stehen käme, wobei bloß für die innere Stadt ;ur
Pflasterung von ungefähr 14,000 Hü Klaftern, welche die Gas»
sen und Plätze einnehmen, ein Kostenaufwand von 280 —
350,000 fl. C. M. nötlüg wäre, den die Geldkräfte der Ge-
meinde jetzt durchaus nicht aufzubringen vermögen. Deßhalb
bat der Hr. Stadt-Bürgermeister Dr. Maurer seine Anfmcrt-
samteit wieder mehr den näher gelegenen Kalt- und Sandstein-
Brüchen uigewcndet, und erwartet von ihnen in der nächsteil
Zukunft ciuc bedeutende Verbesserung dieses Thcils der Stra-
ßenpolnei, namentlich wenn der im Anfange der Murgasse im
I. 1842 mit größeren Sandsteinplatten gemachte Versuch ein
günstiges Resultat gewähren sollte, wie es bis jetzt allerdings
der Fall zu sein scheint "). Ilebrigens wird jetzt bei allen neuen
Bauten den Hauscigenthümern die Legung der Trottoirs und
die Anbringung vcn Dachrinnen ;ur unerläßlichen Bedingung
gemacht.
Heut M Tage ist das Straßenpflaster in keinem Theile
der Stadt noch selir gut, ja in einigen Vorstädten sogar schlecht;
auch fehlt es in den letzteren nicht an Straßen, die nur
an den Hänsern gepflastert, sonst aber bloß beschottert oder
auch sogar ohne dieses Mittel der Straßenfestigung sind, ob-
gleich nicht ;u läugnen ist, daß seit einigen Jahren sowol die
längs der Häuser hinlaufenden Schritlsteine ^Trottoirs), als
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918