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und die Anbetung der Hirten, welche an der linken Kapellen-
wand Iiängen.
Die Kapelle des ehemaligen Ferdinandeums
(Nr. 122) dient jetzt den Schülern der Normalhauptschule zu
ihrem täglichen Gottesdienste; sie ist erst neueren Ursprungs,
hat auf dem Altare eine Madonna mit dem Kinde, und zu
beiden Seiten desselben sslnistum in Willen der Schriftgelehrten
im Tempel von I. Stark, und den Erlöser, welcher die Klei-
nen um sich versammelt, von Mathias Schiffer').
Endlich Hai auch das t. k. Mil itärspital am Karme-
literplatzc (Nr. !)l) eine eigene Hauskapelle, die zwar nur
klein, aber doch im Gebrauche ist, indem hier den Recon-
valesccnten dieses Krankenhauses Messe gelesen wird. Ein Vild
des zur Geißelung an eine Säule gebundenen Heilandes ist
wegen der Stellung, welche der unbekannte Meister dem Er-
löser gegeben, einiger Beachtung wcrth.
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Weltliche öffentliche Gebäude.
Der weltlichen öffentlichen Gebäude hat Grätz mehre, die
nicht blcst in geschichtlicher, sondern auch mitunter in architek-
tonischer Begehung einige Aufmerksamkeit verdienen, nicht als
ob dieselben, mit Ausnahme des NaiMiauses, in ihrem Vau-
style anderen Orten zu Mustern dienen könnten, sondern nur
als Typen der Vauart ihrer Zeit. Nntcr allen gebühren der
Vurg, dem ständischen Theater, der Universität, dem Landhause,
dem ständischen Zeugbausc, dem Joannen,» und dem Rath-
hause in der 'Beschreibung unserer Stadt unstreitig die ersten
Plätze.
Die k. k. Vurg, ein weitläufiger Bau, der aus verschie-
denen Zeiten stammt, ist als neue Residenz der traunganischen
Markgrafen höchst wahrscheinlich zwischen 1956 und 1120 er-
baut worden, jedoch soll die alte und erste Vurg an der Stelle
des ehemaligen Vicedcm-Hauscs gestanden haben. Hier wohnte
gewiß der erste babenbergische Herzog von Steiermark, Leopold
der Tugendhafte (VI,), welcher am Tummelplätze den Fuß brach
und im Vanne starb, der aber von ihm durch den Erzbischof
von Salzburg genommen wurde, eine Handlung, die der Papst
später bestätigte. Von da an war sie der Sitz der Herzoge des
z l) Geboren zu <p„ch ,m Gratzer Kreise »er Steiermark im I. l»>»!
ein«orzuqlicher
Landsch.nt- u„0 Fressomaler, stard erst >m dritten
Jahr:icheno
l l i laufende» Jahrhunderts.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918