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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 209 -
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209 und die Anbetung der Hirten, welche an der linken Kapellen- wand Iiängen. Die Kapelle des ehemaligen Ferdinandeums (Nr. 122) dient jetzt den Schülern der Normalhauptschule zu ihrem täglichen Gottesdienste; sie ist erst neueren Ursprungs, hat auf dem Altare eine Madonna mit dem Kinde, und zu beiden Seiten desselben sslnistum in Willen der Schriftgelehrten im Tempel von I. Stark, und den Erlöser, welcher die Klei- nen um sich versammelt, von Mathias Schiffer'). Endlich Hai auch das t. k. Mil itärspital am Karme- literplatzc (Nr. !)l) eine eigene Hauskapelle, die zwar nur klein, aber doch im Gebrauche ist, indem hier den Recon- valesccnten dieses Krankenhauses Messe gelesen wird. Ein Vild des zur Geißelung an eine Säule gebundenen Heilandes ist wegen der Stellung, welche der unbekannte Meister dem Er- löser gegeben, einiger Beachtung wcrth. 8- »- Weltliche öffentliche Gebäude. Der weltlichen öffentlichen Gebäude hat Grätz mehre, die nicht blcst in geschichtlicher, sondern auch mitunter in architek- tonischer Begehung einige Aufmerksamkeit verdienen, nicht als ob dieselben, mit Ausnahme des NaiMiauses, in ihrem Vau- style anderen Orten zu Mustern dienen könnten, sondern nur als Typen der Vauart ihrer Zeit. Nntcr allen gebühren der Vurg, dem ständischen Theater, der Universität, dem Landhause, dem ständischen Zeugbausc, dem Joannen,» und dem Rath- hause in der 'Beschreibung unserer Stadt unstreitig die ersten Plätze. Die k. k. Vurg, ein weitläufiger Bau, der aus verschie- denen Zeiten stammt, ist als neue Residenz der traunganischen Markgrafen höchst wahrscheinlich zwischen 1956 und 1120 er- baut worden, jedoch soll die alte und erste Vurg an der Stelle des ehemaligen Vicedcm-Hauscs gestanden haben. Hier wohnte gewiß der erste babenbergische Herzog von Steiermark, Leopold der Tugendhafte (VI,), welcher am Tummelplätze den Fuß brach und im Vanne starb, der aber von ihm durch den Erzbischof von Salzburg genommen wurde, eine Handlung, die der Papst später bestätigte. Von da an war sie der Sitz der Herzoge des z l) Geboren zu <p„ch ,m Gratzer Kreise »er Steiermark im I. l»>»! ein«orzuqlicher Landsch.nt- u„0 Fressomaler, stard erst >m dritten Jahr:icheno l l i laufende» Jahrhunderts. ^OH
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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