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schcn Zeughausfondc, welcher durch den Verkauf einer bedeu-
tenden Ainabl alter, aus Schenkungen einzelner Landstände
herrührender metallener Kanonen entstanden war, und aus
den reinen Erträgnissen des ständischen Nobiischcr Sauerbrun-
nens bestritten. So stand denn schon im Herbste des I. 1825
das ständische Theater, mit der einen Seite dem durch Abtra-
gung einiger Nebengebäude gleichzeitig gebildeten Framenspla»
tze, mit der andern aber der Universität und dem k. k. Con-
victe zugekehrt, in gefälliger Form neu und so umfangsrcich
wiedcrcrbaut da, daß es 1490—1500 Zuschauer fassen kann.
Das ständische Tbeatcrgcbäudc — weniger beifallswiirdig
durch seine äußere Gestalt—die von allen Seiten sich als zu
gedrückt, besonders aber die vier dem Framcnsplatze nigekchrten
niedrigen Säulen, welche die Bedachung der Einfahrt tragen,
als zu kurz darstellen und einer schönen Zeichnung durchaus
entbehrend — leidet auch im Innern an einigen bedeutenden
Fehlern. Dahin gehören Verstoße gegen die Akustik und ge-
gen die Hauptregel der Einteilung, die darin besteht, Par-
terre, Logen nnd Gallerien so ni stellen, daß man von allen
Plätzen gut und bequem auf die Online sehen kann; doch be-
sitzt es dafür auch manche Vcruige in seiner inneren Eintei-
lung, die man an andern Theatern vermißt.
Das Acusiere ist durchaus schlicht, und ;eigt über den
schon erwähnten Säulen die Wappen der verordneten Näthe
und des Landeshauptmanns, welche nir Zeit des neuen Vaues
dieser ständischen Behörde angel'örten, so wie die dem Thcater-
gcräthe-Gebäude nigekehrte Kehrseite die Wappenschilde derje-
nigen Verordneten und des Landeshauptmanns enthält, welche
jene Aemter ;ur Zeit der Erbauung des alten Theaters beklei-
deten, und die Aufschrift:
! P08II«:!!:
Von drei Seiten tritt man durch drei Eingänge, die sich
nach dem Framcnsplatze, gegen die Universität nnd in den
Theaterhof öffnen, in eine geräumige Hatte, welche die Kasse,
die Garderode der Zuschauer, den Aufgang in die Rcdoutcnsäle,
«) Dc»> öffentlichen Vergnügen
erbauten dieses Haus
Ves Lanoei Hauptmann uno Stäube
»öl«
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918