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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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die Eingänge iu das Parterre, so wie auch die n> den Logen führenden Stiegen einhält. Diese Hallo ist gan; geschlossen, im Winter gcheitzt und mündet sich aus keiner Teile unmit- telbar ins Freie aus, wodurch sie den Herausgehenden genüg- same Gelegenheit zu allmähliger Abkühlung gewährt. Das Haus bat nebst drei Logenreihcn (die Parterre-Logen mitgc- rechnet) Sperrsitze im Parterre und ,wei Gallerten. Außer der großen Hosloge enthält es 58 Logen, von dcncu zwölf die Stande, die übrigen der Unternehmer vergeben; der Sperr- sitze sind 92 und außerdem noch mehre gan; freigegebene Sitz- bänke auf der Gallerie und im Parterre. Das gaine Theater, in dein auch die Säle für die Maler liegen, kann mittelst vier Meißner'scheu Oefen gel'eitzt werden, liegt ringsum frei, hat sieben gewölbte Stiegen; für die Fahrenden besondere Aus- gänge; ein eigenes von ihm durch eine ucmlich breite Gasse gan; getrenntes Gerätheriaus (Nr. 39), worin die Zimmer für teilweise Proben, das Deccrationen-Magazin :c. sich be- finden; niedre Feuermauern, welche einzelne Theile von ein- ander trennen, und eiserne wallen und Teuren an allen icnen Orten, wo die Rücksicht auf Feuersicherheil sie m for- dern schien. In demselben Gebäude befinden sich auch die Lccalitälen der Redoute, deren Hauplsaal im neuesten Geschmacke durch Säulen veriiert, mit Spiegeln und Lustern verseheil, recht nied- lich ausgemalt, mittelst Gallerien, Vorridcren, größeren und kleineren Nebengemächern, die alle mit dem HaupNaale in einer freien offenen Verbindung stellen, mit allen Bequemlich- keiten aus das beste versehen uud >'o erweitert ist, daß er bei 1?—1K00 Menschen zugleich fassen kann. Odne alle Über- treibung kann man daher von dem hiesigen Nedouiensaale sa- gen, daß er ->u den schönsten der Monarchie gehöre. Das t. k. Universitätö-Gcbäude (Nr. 3?) ist ein zwar stattliches, aber architektonisch eben nicht bedeutendes Haus, das äußerlich nur durch die beiden großen Wappenschilde des Erzherzogs Ferdinand II. und seiner ersten Gattin», die eben so wie seine Mutter eine baierischc Primessinn war, ausge- zeichnet ist. Auf der Stätte des heutigen Universiiats-Gebäu- des hatte einst Karls II. KanUer, Wolfgang v. Schräm, seilt Haus. Als dieser seinem Herrn die Jesuiten, anfänglich nur insgeheim, ,ugeführt und iener sie zur Ausrottung der neuen Lehre tauglich und bereit gefunden hatte, wurde im I. 1573 t (siehe S. 8) der Grund zu diesem ^auc und zu dem daran-
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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