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In der neuen Gasse sind bloß die zwei stattlichen,
pallastartigcn Häuser Nr. 160 und 164 wegen ihrer
eigcnthümliclien Bauart bcmcrkenswerth, zu deren letzterem die
nächst dem Eifenthore aufragende Bastei mit dcm S. 132 er-
wähnten Garten gehört. In seinem Stiegcnhause und ssorri-
dor sieht man noch Fresken, die cinc tüchtige Hand verrathcn.
Veide Häuser stammen aus der zweiten Hälfte des siebzehnten
Jahrhunderts. Dieses, ictzt ein Eigenthum der grafiichcn Fa-
milie von Welsersheimb, gehörte im Anfange des achtzehnten
Iahrbunderts den Grafcn von Stubcnbcrg, und icncs den Gra-
fen von Lcngheimb, nach ihnen aber den Freiherren von Kö-
nigsbrunn, wie solches das Wappen über dcm Thore noch be-
urkundet. — Im linken Eckhause des Schlcsscrgäßchens Nr.
157 ist derzeit die k. k. kleine Post, welche am 24. März 1796
eröffnet wurde. — Das daranstoßcnde Schlcsscrgäßchcn führt von
hier nach dem Vischofsplatz, auf dem der fürstbischöfliche
Pallast liegt, dessen Langscite einem kleinen zu ihm gehöri-
gen Garten zugekehrt und der seit der Ncgulirung der Diöccse
im I. 1786 die Residenz der Bischöfe von Seckau ist. Er
wurde vordem Vischofhof genannt, da bis zum Jahre 1781
die Bischöfe von Seckau ihre Residenz zu Seckau ob Lcibnitz,
hier dagegen nur ein Abstcigquarticr, einen Wcihbischof, das
bischöfliche Oonsistorium und eine Kanzlei hatten, davon die
letztere sich noch in diesem Hause befindet und auch das zweite
hier, seine Sitzungen halt, wälncnd es jetzt von dem crstcren
längst abgekommen ist. Die Zeit der ersten Erbauung ist un-
bekannt. Nach der über dcm Portale stehenden Inschrift:
8eccovien»i
8. N. I. ?. ot du»!.
ist das Gebäude erst im I. 1781 durch den Bischof Joseph
Adam, der hier zu wohnen anfing, in seine gegenwärtige Ge-
stalt gebracht worden.
Zwischen dem Bischofhcf und dcm Krcisamts-Gebäude
liegt ein alles Haus <^Nr. 197), dem Chor der Stadtpfarr-
kirchc gegenüber wie versteckt, das nicht übersehen werden darf,
Die Woknüiiq ecs Vlsckofs von
Von V,sch°! Joseph A0am
h, röni, N^chs Facst unl> Graf v«n Arc»
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918