Page - 242 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Wärme dos Eclorits und überhaupt in einer Weise dar, die
ein herrliches Talent verräth.
Am untersten Ende dieser Gasse ist noch das Eckhaus be-
merkenswert!), welckes der Sladlpfarrc gegenübe»stallt und die
Nr. 168 führt. In demselben war einst die Vuäidruckerci derer
von Widmanstalten. 3er erste dieser Familie war Georg Wid-
manstätten, welcker diese Buchdruckerei scbcn im I. 1588 be-
sorgte, nachdem sein Vcrfabrcr Zackarias Barth, der sich noch
Formschneidcr nannte, »erstorben war.
Ueber den Pcstplatz und durck die Postgasse gelangt man
in die Täiundgasse, allwo die zwei Gastliäufer zum wilden
Mann (Nr. 362) und zum goldenen (ehemals weisiei»)
Lamm (^Nr. 363) darum bemertenswertl, sind, weil sie schon
vor mehr als hundert Ialnen unter derselben Benennung be-
standen; das letztere rülnnt sick auch nock ausierdein stets das
Absteigequartier des unsterblichen K. Iosepl's l l . gewesen zu
sein. — Das daranstcs:e»de große Haus, am Ende des sieb-
zehnten Jahrhunderts ein Eigenthum der Grafen von Falken-
Haupt, im Jahre 1728 dem Gandolph Grafen von Schrat-
tenbach gehörig, war später durch beinahe lnmdcrt Iabre im
Vcsil''t der Grafen von Wlnmbrand, nack denen auch das
nackste Gasiäien benannt worden ist. — Tiefem gegenüber liegt
ein stattliches, durch seine Bauart, Inschrift und Wappen aus-
gezeichnetes Haus (M-. 358), welches schon seit mehr als an-
derthalb Iabrbunderten ein Eigentum der Grafen von Kclo-
nitsch ist. Nach Dr. Polsterer soll Ritter Erhard von Pclldeim
dieses sogenannte Iudel-Iudenliaus nach Vertreibung der Ju-
den vom K. Maximilian I. zum Geschenk erhalten haben. Aus
ihm und zwei andern benachbarten Häusern scll das heutige
wcitlänfige Gebäude entstanden sein. Tie Inschrift über dem
Thcre besagt:
Ott. l^utkl'icl (»I'KV von Iic>I<!»i<8<!l> Ilci'!' üu
nix, liiliixiui t' »!!>l I<!em3^eiz^». !<(!!». Kai.
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Zur Zeit der Erbhuldigung K. Karls VI. besaß dieses
Haus der berühmte Kardinal und erste Fürst-Erzbischof von
Wien, Sigmund Graf von Kclouitsch''), der letzte seines Slam-
») Lies, 0l>le5 Haus erbauen im Jahre Lei Hetts >«>?.
l> Geborin ,u Wien ,m I <«?«, aestorbcn am !',, April i?5l ! er war es.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918