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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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Fremde wurden nun die ausgezeichnetesten Lehrer, Dr. David Chyträus, Georg Khuen, David Tl'onner, Dr. Zimmermann, M. Balthasar Fiscker, Iosepl' Stadius, Menic o»cgreviuö, Johanne«. Ncgius, Philipp Marback, Hieronumus Peristcrius, Kaspar Kratzer, Icrcmias Homberger, Dr. Adam Venediger, Kaspar Frei und der berühmteste von Allen, Jodann Keppler herbesckicdcn, welcher liier mebre seiner vorzüglichsten Werke ausarbeitete. Diese Schule <og bald so viele Jünglinge herbei, daß sie zu klein befunden wurde (siehe S. 2,50), erregte aber auch dadurch den Neid und die Eifersucht Anderer und rief eine Menge von (Gegnern liervor, die nnschwer über sie den Sieg davon trugen. Schon Enl'enog Karl II, führte gegen sie die Jesuiten in« Feld und gründete als gelehrtes Gegengewicht die Universität. Erchencg Ferdinand II. erließ gleich im dritten Jahre seiner Selbstregierung am 28. September 1598 an die Vorsteher der Professoren und Prediger augsburgischer Confcs» sion den gemessenen BefeHl, unverniglich die Stadt und das Land m verlassen. Die standische Stiftschule wurde nun, nach- dem sie vor fast sechüg Jahren eröffnet worden war, wieder und aus immer geschlossen, das (Gebäude aber, nachdem es von einer landcsfürstlichen Kommission in Beschlag genommen worden, vier Jak« darauf (1602) von der (5rchcnoginn Wit- we Karls II., Maria von Vaiern, in ein von ihr reichlich do- tirtes Kloster der Clarisscr - Nonnen zu Allcnhciligcn im Pa- radeis verwandelt. Die erste geistliche Kolonie wurde mit (Ge- nehmigung des P. sslemcns VIII. aus dem Kloster der Cla- risserinneii ;u St. Jakob in Vaiern nach (.^>ratz berufen und am 1(1. November eingesülirt, und die Kirche am 25,. des- selben Monats von dem Visckof von Seckau, Martin Vrcnner, feierlich eingeweiht. Die Henoginn Witwe brachte den größ- ten Theil ibres noch übrigen Lebens in diesem Kloster ;u, das anfänglich unter der Obsorge der Franciscaner der Straßburgcr- Und baierischen Proviin sich befand; erst später wurde an das Kloster eine Wohnung für sechs Beichtväter der Franciscaner der österreichischen Proviin angebaut. Hier wurde auch nach ihrem Tode (29. April 1608) ihr Leichnam bestattet, ihr Herz aber in die Hostirche und endlich in das von ibrem Sohne er- baute Mausoleum versetzt. Sparer kamen auch die Hcncn ihres Sohnes, des K. Ferdinands II- , so wie ihres Enkels Ferdi- nands III. hierher. Das Kloster bestand bis nun I. 1782, nach dessen mit Hof-Resolution vom 12. Jänner mitgetheilten Auf- hebung der marmorne Sarkophag der Stiflcrinn und die hier
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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