Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 244 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 244 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Bild der Seite - 244 -

Bild der Seite - 244 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Text der Seite - 244 -

Fremde wurden nun die ausgezeichnetesten Lehrer, Dr. David Chyträus, Georg Khuen, David Tl'onner, Dr. Zimmermann, M. Balthasar Fiscker, Iosepl' Stadius, Menic o»cgreviuö, Johanne«. Ncgius, Philipp Marback, Hieronumus Peristcrius, Kaspar Kratzer, Icrcmias Homberger, Dr. Adam Venediger, Kaspar Frei und der berühmteste von Allen, Jodann Keppler herbesckicdcn, welcher liier mebre seiner vorzüglichsten Werke ausarbeitete. Diese Schule <og bald so viele Jünglinge herbei, daß sie zu klein befunden wurde (siehe S. 2,50), erregte aber auch dadurch den Neid und die Eifersucht Anderer und rief eine Menge von (Gegnern liervor, die nnschwer über sie den Sieg davon trugen. Schon Enl'enog Karl II, führte gegen sie die Jesuiten in« Feld und gründete als gelehrtes Gegengewicht die Universität. Erchencg Ferdinand II. erließ gleich im dritten Jahre seiner Selbstregierung am 28. September 1598 an die Vorsteher der Professoren und Prediger augsburgischer Confcs» sion den gemessenen BefeHl, unverniglich die Stadt und das Land m verlassen. Die standische Stiftschule wurde nun, nach- dem sie vor fast sechüg Jahren eröffnet worden war, wieder und aus immer geschlossen, das (Gebäude aber, nachdem es von einer landcsfürstlichen Kommission in Beschlag genommen worden, vier Jak« darauf (1602) von der (5rchcnoginn Wit- we Karls II., Maria von Vaiern, in ein von ihr reichlich do- tirtes Kloster der Clarisscr - Nonnen zu Allcnhciligcn im Pa- radeis verwandelt. Die erste geistliche Kolonie wurde mit (Ge- nehmigung des P. sslemcns VIII. aus dem Kloster der Cla- risserinneii ;u St. Jakob in Vaiern nach (.^>ratz berufen und am 1(1. November eingesülirt, und die Kirche am 25,. des- selben Monats von dem Visckof von Seckau, Martin Vrcnner, feierlich eingeweiht. Die Henoginn Witwe brachte den größ- ten Theil ibres noch übrigen Lebens in diesem Kloster ;u, das anfänglich unter der Obsorge der Franciscaner der Straßburgcr- Und baierischen Proviin sich befand; erst später wurde an das Kloster eine Wohnung für sechs Beichtväter der Franciscaner der österreichischen Proviin angebaut. Hier wurde auch nach ihrem Tode (29. April 1608) ihr Leichnam bestattet, ihr Herz aber in die Hostirche und endlich in das von ibrem Sohne er- baute Mausoleum versetzt. Sparer kamen auch die Hcncn ihres Sohnes, des K. Ferdinands II- , so wie ihres Enkels Ferdi- nands III. hierher. Das Kloster bestand bis nun I. 1782, nach dessen mit Hof-Resolution vom 12. Jänner mitgetheilten Auf- hebung der marmorne Sarkophag der Stiflcrinn und die hier
zurück zum  Buch Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung"
Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Grätz