Page - 270 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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rechten Seite den heil. Cajctan, gekleidet in die schwane ?racht
der regulirten Clcriker und mit goldenem Geschmeide geschmückt,
und jenes ;ur Linken die beil. Magdalena n> den Füßen der
heil. Dleisalligkeit darstellt. Alle drei Bilder Zeigen viel Adel
in den Köpfen, entbalten sebr schöne Engelstcpfe und ',eich-
nen sich durch ein sebr gediegenes Colorit aus. — Die beiden
mittleren Altäre haben ,wei Bilder von dem Jesuiten Fran^
Stecher, nämlich rechts die Madonna, deren bcrabgescnkten
fänden Strablen entströmen, und links den (Erlöser mit dein
brennenden, dorncngekrönten Herren '.'er der Blust, eine Dar-
stellung, die jetzt stercowp ni werden beginnt, davon das letz-
tere zu den besten Bildern des Meisters geliert. Als Altarblät-
ter zeigen sich dabinter rechts der heil. Bischof Eberhard und
links der heil. Bischof Valentin, ;u dessen Füßen ein tcdter
Knabe liegt. — Am ersten Altäre der linken Seite ist der beil.
Ignatiuö von Kollmann, dahinter als Altarblatt die beil. Apol-
lonia, welcher ein Henker eben wieder einen Zahn ausblicht.
— Der gegenüberstehende Altar zeigt den heil. Dcminicus und
;»m Altarblatt einen heil. Mönch, gekleidet in die Kleidung
der Augustiner, der ;u den Füßen der beil. Dreifaltigkeit kniet.
Auch diese Altarblätter sind von guten Meistern. — An der
Seite des letzteren Altars hängt eines der besten Bilder des
I. Wonsillcr, eine Madonna mit dem Kinde in den Wolken,
beide einen Rosenkranz ballend, umgeben von den wichtigsten
Seenen aus dem Leben des Heilands und der Madonna. —
Hinter dem Hochaltar hängt eines der besten Bilder der Kir-
che, ein englischer Gruß eines älteren deutschen Meisters, wel-
ches der verstorbene Galleric-Director I. Stark der Kirche
legirt hat.— Im Klcstergange des anstoßenden Iesuitrn-Cel-
legiums sind unter einer Menge von Vildern älterer Zeit auch
einige sehr brave Gemälde, wie ;. B. kleine Ski^cn der Lei-
densstationen von Martin Echmid aus Krems ^); ein uemlich
großes Votiv-Gemälde, welches auf Kosten der Municipalität
von Bologna von einem tüchtigen Meister seiner Kunst ange-
fertiget wurde u. m. A.
In dieser Vorstadt befindet sich auch das große Ubren-
Fabriks-Etablissement der Gebrüder Iäkle (Nr. 304) und die
Schießstätte. — Schon im I. 1771 wurde in Grätz — am
rechten Ufer der Mur an der Stelle der Hetze und nach dem
gestorben zu Krem« »en ««. I
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918