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welches die Jahreszahl der Erbauung ausdrückt. Das Innere
der Kirche ist freundlich, lichl und rein. A>n Hochaltar ist der
l'eil. Icscpb von der Hand der Novuinn Gräfinn V. Gilleis: die
beiden Seitenaltäre entHallen Altarblätter von I. Wonsidler,
rechts die keil. Theresia, welcher ein Engel mit dem Pfeile
die unendliche i^cbe n> ilnein himmlischen Bräutigam einficßt,
von der sie im Leben beseelt und aufgerieben wurde, und links
der heil. Karmeliter Simon Stock, welcher von der Mutter
der Gnaden durch das göttliche Kind das Scapulier empfängt.
In noch größerer Entfernung von der Stadt findet man
an der Mündung eines lieblichen Thales, das in sanfter Stei-
gung auf die Hcl,e des Nosenbcrges und des Rainerkogels em-
porfülnt, das Kirch lein Maria-Schnee"). Es liegt im
Hintergrunde eines einsamen von niedrigen Mauern umschlosse-
nen Hofes, den hochstämmige Fruchtbäume beschälten, und
gehört ni dem darangebauten niedlichen Landbause Nr. 1206
— 1208. Die an der Fa>'ade der Kirche angebrachte Zal,l
1779 bezeichnet höchst wahrscheinlich das Jahr ihrer Einwei-
hung, da Dr. Polsterer, ob mit Grund, ist eine andere Frage,
das Jahr 1765 als dasjenige ihrer Erbauung durch den Grä-
hcr-Kaufmann Fran; Maur angibt. Auf dem Hochaltar ist
ein viel Verel'rtcs Marienbild, und auf den beiden Seitcn-
altären sind die Aliarblältcr von Franz Peltumfall im I.
1772 gemalt, lieber dem Eingange in die Sakristei hängt
ein gutes Vild, die büßende Magdalena darstellend.
Wendet man sich an der Steinbruch-Linie vom oberen
Graben links ab an den Mühlgang und wandert längs seines
Ufers im Angesichte des Kalvarienbergcs der Stadt ui, so
kommt man an mehren Eisen- und Mülilcnwerkcn voriiber,
unter denen sich eine Eisenschnallcn-, Ketten«, Ningel- und
Geschmeidewaarcn- (Nr. 1265), eine Papierfabrik (Nr. 1162)
und die sehenSwerthe, große Mühle (Nr. 1260) des Väckcr-
Consorliums besonders auszeichnen. Endlich gelangt man M
der im I. 1835 erbauten schönen Schwimmschulc und an die
Kettenbrücke (siehe S. 50), in deren Nähe sich auch eine
Steingut-Geschirrfabnt (Nr. 1l01) befindet. — Zu diesen»
»> Der Gott!,ebärcnl>'>' Iunqfrau u»l> ihrem »cuschen Gatten
so w,e der ler^ph,schen Iherc,,« erbaut.
«> D>e Kirche ist 7 Älaftcr <, Schub « Zoll !ar,a, 3 Klafter l Schuh I>rc
hat c,n Zlachcnmaü von «i Klafter ö Fu>i u„ü ,aüi «»? Personen,
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918