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Der Steinbruch-Linie gegenüber und >.'om Grabe» nur
durch die Mur, über welche liier eine Neberful'r bestel't, ge-
trennt, erbebt sich dicht am rechten Nfer des reificüdcn Stro-
mes ein vereinzelter Tl'onschicserfcls, den man am Ende des
sieb^elnueu Jadrlnmderts, <u welker Zeit er ein Eigcnidum der
Freiherren von Mascvwander war und i!lustein liicsi, zur 'An-
legung eines sogenannten Berg-Kalvarie benutzt hat. Es er-
richtete nämlich Ferdinand Freiherr von Maschwander im I.
1606 auf dem höchsten Puncte desselben, alliro man sich einer
gaiu eigentl'ümlicken Ansicht von Grätz erfreuet, drei Nrnne'),
welche, als sie im I. 176^ vom Blitze niedergeworfen wur-
den, eine Bruderschaft wieder herstellen ließ"). Sein Sohn
Jodann Gabriel ließ im I. 165>i die neben dem Berge ste-
hende Grabkapellc gan; nach dem Muster derjenigen in Je-
rusalem erbauen und fügte in den Ialircn 165»? und 1664
auch neck andere Bauten lnu;u. Wann die auf dein unter-
sten Theile des Felsens rudende Pfarrkirche erbaut worden, ist
urkundlich nickt bekannt; allein sie zeigt am Hicbcl die Jah-
reszahl 1629, die es wahrscheinlich macht, daß dieselbe in je-
nem Jahre uon Johann Georg Grafen von Herbcrstein ge-
gründet woiden sei. Die vor il'ren ;wei Haupteingangen lie-
gende heil. Stiege, ;u deren Erbauung die Jesuiten, welche
den Berg unter ihrer Obsorge hatten, auf das Thatigstc mit-
wirkten , wurde am 14. September l72Z durch den Bischof
von Seckau iiarl Joseph Grafen von Ahüenburg feierlich ein-
i) In üer Wrabkapcllc fn>5cl nian auf cincm Hainen Stcinc »dcr e^r Em-
gangothure n«chstc!)cn»eb Uhronographic»« :
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In dl.scni Jahre (>«!>6> ,mi> »»» üc>« Valer F>rdma»d die »rci Kreuze
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Das Grabmal V!>r,st, l,cs< i>doch 0c« Sohnes Frcigedigscit am », Juni
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Des Johann G«dr,>I Maschwander <!«««).
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A!s er im jwc,ll'» Jahre ssanllsch.r Vcroroneter der Steiermarl war,
sc>NlS Allers al>cr im fünf unü v>erz>gsten <<6!1>.
l) Dieses kündet nachstehendes sshlonoaraphicon an, welches man auf »er
Kehrseite l>es da» vergoldete (irucilix tragende» Pledestales llelet:
Der Dlitz hat's niclergcw»rfen, D>e «rudcrschaft hergestellt (>'»').
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918