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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
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man zwar auch Rcicktlnim in der malerischen Ausfchmiickung, allein er wurde nicht in schicklichen S^ranken gefallen, wie dort; denn die ^-rescomalereien de-- Ritters von Molk, eines Zeitgenossen de«; Martin Schmid von Krems, welche die Ge- wölbe und Wände der ganzen 5kirche bedecken und mancherlei Wunder und Hülfeleistungcn ler Mutter des Heilandes zeigen, entwickeln eine ;u reiä'e Farbenpracht, ein ,u buntes Colorit, besonders in der Landschaft und 'Architektur, und die Arabesken, welche die Zwischenräume der wilder ausfüllen, ermangeln zu sehr des dieser Darstellungsweise cigenthümlichen Geistes, als daß das Auge eines gebildeten Kunstfreundes an ilmcn ein Wohlgefallen finden tonnte. Die Fresken an der Wölbung des Chors, in denen man den knienden Waler Petrus de Pomis das Bild der Madonna malend erblickt, scheinen viel älter, vielleicht aus dem Anfange des siebzehnten Jahrhunderts zu sein. T>er blaue Baldachin um den Hochaltar ist hingegen von Mattli. Schiffer und erst 1^l9 gemalt. Die Kirche zeigt drei Schiffe, davon die beiden Seiien- navaten niedrig sind und mit dem Hauptschiffe durch »reite Rundbogen, welche auf niedrigen Pfeilern rüden, in Verbin- dung stehen. Vemertenswertl) sind von Gemälden das im I. lt>l> ge- malte Hochaltarblatt, ein Werk des Petrus de Pomis. (5s ;eigt im oberen Theile die Mutter der Oinaden mit Icm göttlichen Kinde a>n Arme in den Wolken, und im unteren die fürbiltendc Hcrzcginn auf erhöhter ötelle tiüend, zu der mcl'rc Marmcr- stufeu emporführcn, auf und an denen die von Hunger und Krankheit schwer heimgesuchten Armen lebensvoll lierunizirup- pirt sind. Die Gruppen sind säiön, die Kopse voll Ausdruck, das Colorit voll Harmonie und das ganze ^ild eines der be- sten dieses Meisters. Es l,at die Ausschritt: ^u«»»« IV'ü'u» l!e ?0!i>i!j !_>2ll<ien«i8 ^VllX^XI, aus der mithin sich ergibt, Laß der Maler aus Lcdi war. Ter Kanzel gegenüber ist sein Grabstein nicht zu übersehen. — Der linke 2eiienaltar liat auch ein Altarblatt von ilnn, Cluistum am Kreu,e, doch ist es lei- der durch eine ungeschickte Hand gan; zu (Grunde gerichtet. — Der gegenüberstehende Scilenaliar enthält ein Vild vom Krem- ser Schmid. Uebcr einem Sterbenden, dem der Priester eben den letzten Trost der Religion ertheilt, schwebt der heil. <?r;- engcl Michael mit der Nage; eine schöne Gestalt, voll himm- lischer Milte im lieblichen Antlitze, das sich fast allein gan; unversehrt erhalten hat; leider ist auch dieses Vild seinem
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Title
Grätz
Subtitle
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Author
Gustav Schreiner
Publisher
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Location
Graz
Date
1843
Language
German
License
PD
Size
11.55 x 20.25 cm
Pages
638
Keywords
Graz, Steiermark, Stadt
Categories
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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