Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Chroniken
Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 290 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 290 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Bild der Seite - 290 -

Bild der Seite - 290 - in Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung

Text der Seite - 290 -

man zwar auch Rcicktlnim in der malerischen Ausfchmiickung, allein er wurde nicht in schicklichen S^ranken gefallen, wie dort; denn die ^-rescomalereien de-- Ritters von Molk, eines Zeitgenossen de«; Martin Schmid von Krems, welche die Ge- wölbe und Wände der ganzen 5kirche bedecken und mancherlei Wunder und Hülfeleistungcn ler Mutter des Heilandes zeigen, entwickeln eine ;u reiä'e Farbenpracht, ein ,u buntes Colorit, besonders in der Landschaft und 'Architektur, und die Arabesken, welche die Zwischenräume der wilder ausfüllen, ermangeln zu sehr des dieser Darstellungsweise cigenthümlichen Geistes, als daß das Auge eines gebildeten Kunstfreundes an ilmcn ein Wohlgefallen finden tonnte. Die Fresken an der Wölbung des Chors, in denen man den knienden Waler Petrus de Pomis das Bild der Madonna malend erblickt, scheinen viel älter, vielleicht aus dem Anfange des siebzehnten Jahrhunderts zu sein. T>er blaue Baldachin um den Hochaltar ist hingegen von Mattli. Schiffer und erst 1^l9 gemalt. Die Kirche zeigt drei Schiffe, davon die beiden Seiien- navaten niedrig sind und mit dem Hauptschiffe durch »reite Rundbogen, welche auf niedrigen Pfeilern rüden, in Verbin- dung stehen. Vemertenswertl) sind von Gemälden das im I. lt>l> ge- malte Hochaltarblatt, ein Werk des Petrus de Pomis. (5s ;eigt im oberen Theile die Mutter der Oinaden mit Icm göttlichen Kinde a>n Arme in den Wolken, und im unteren die fürbiltendc Hcrzcginn auf erhöhter ötelle tiüend, zu der mcl'rc Marmcr- stufeu emporführcn, auf und an denen die von Hunger und Krankheit schwer heimgesuchten Armen lebensvoll lierunizirup- pirt sind. Die Gruppen sind säiön, die Kopse voll Ausdruck, das Colorit voll Harmonie und das ganze ^ild eines der be- sten dieses Meisters. Es l,at die Ausschritt: ^u«»»« IV'ü'u» l!e ?0!i>i!j !_>2ll<ien«i8 ^VllX^XI, aus der mithin sich ergibt, Laß der Maler aus Lcdi war. Ter Kanzel gegenüber ist sein Grabstein nicht zu übersehen. — Der linke 2eiienaltar liat auch ein Altarblatt von ilnn, Cluistum am Kreu,e, doch ist es lei- der durch eine ungeschickte Hand gan; zu (Grunde gerichtet. — Der gegenüberstehende Scilenaliar enthält ein Vild vom Krem- ser Schmid. Uebcr einem Sterbenden, dem der Priester eben den letzten Trost der Religion ertheilt, schwebt der heil. <?r;- engcl Michael mit der Nage; eine schöne Gestalt, voll himm- lischer Milte im lieblichen Antlitze, das sich fast allein gan; unversehrt erhalten hat; leider ist auch dieses Vild seinem
zurück zum  Buch Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung"
Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Grätz