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Die är^tliä^e Behandlung ist einem Negimentsarnc
als Chef, dessen Stelle jedes Vierteljahr durch einen neuen
besetzt wird, und einem Oberarzte anvertraut; jener hat die
Internisten-, letzterer die Erternisten-Abtheilung >u leiten;
beide Zusammen werden durch sechs Unterärzte unterstützt. Die
Oberaufsicht über dieses Krankenhaus, so wie über alle Mili-
lärspitäler des General-Ccmmando's führ: der jeweilige diri-
girende Stabsarzt.
Die Ausnabme der Kranken, so wie die ganze etcnc-
mische Verwaltung der Anstalt wird nach den für die k. t.
Militärspiläler bestehenden Reglements geleitet. Officierc sind
nur ausnahmsweise und gegen Erlag von 2^ kr. C. M. für
die tagliche Verpflegung und gegen besondere Vergütung der
Medicamente auftunehmen.
Die Entlassung der dam geeigneten Individuen wird
von 5 ni 5 Tagen vorgenommen. Als untauglich nun wei-
teren Militärdienste werden monatlich ungefähr lU entlassen.
Jene kranken Militärs, die zu ilner Herstellung einer Vadc-
tur bedürfen, pftegt man nach Töplitz bei Neustädtl in Illn-
ricn zu schicken, wenn sie sich dafür eignen.
In den letzten Iabren wurden im Durchschnitte jährlich
3500 Kranke aufgenommen. Die Mortalität ist, wie in
allen Militärspitälern ungemein gering, indem die Zeitige
TraiN'portirung der Kranken und ihre kräftige ConstituUon
günstig einwirken; nach einein Durchschnitte aus mchrcn Jah-
ren stirbt ungefähr der -löte der ausgencmmcncn Kranken,
oder von Hundert 2 — 3 pEt.
tu. Armenwcsen und Hülfsve reine.
Die Fürsorge des Staates und der Gemeinde beschränkt
sich auch in Grätz nicht bloß auf die den Kranken und Preß-
haften eröffneten, Heilanstalten, sondern umfaßt auch die Un-
terstützung der wahrhaft Armen durch mancherlei Anstalten,
von denen die ersten schon K. Marimilian I, im I. 15 !5 ein-
führte, welche einen wesentlichen Vcstandtheil der gcsammtcn
Wchlthätigkeits-Anstalten ausmachen. Tie während der Ne-
gierung K. Josephs II. für die Armen gegründeten, und unter
K. Franz I. vollkommen ausgebildeten Anstalten verfallen ver-
möge der practischen Geschäfts-Abteilung in das Armen-In-
stitut oder den Armen-Versorgungs-Verein und in die Armen-
^ Versorgungs-Anstalten.
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918