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Grätz - Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Seite - 354 -
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354 Die är^tliä^e Behandlung ist einem Negimentsarnc als Chef, dessen Stelle jedes Vierteljahr durch einen neuen besetzt wird, und einem Oberarzte anvertraut; jener hat die Internisten-, letzterer die Erternisten-Abtheilung >u leiten; beide Zusammen werden durch sechs Unterärzte unterstützt. Die Oberaufsicht über dieses Krankenhaus, so wie über alle Mili- lärspitäler des General-Ccmmando's führ: der jeweilige diri- girende Stabsarzt. Die Ausnabme der Kranken, so wie die ganze etcnc- mische Verwaltung der Anstalt wird nach den für die k. t. Militärspiläler bestehenden Reglements geleitet. Officierc sind nur ausnahmsweise und gegen Erlag von 2^ kr. C. M. für die tagliche Verpflegung und gegen besondere Vergütung der Medicamente auftunehmen. Die Entlassung der dam geeigneten Individuen wird von 5 ni 5 Tagen vorgenommen. Als untauglich nun wei- teren Militärdienste werden monatlich ungefähr lU entlassen. Jene kranken Militärs, die zu ilner Herstellung einer Vadc- tur bedürfen, pftegt man nach Töplitz bei Neustädtl in Illn- ricn zu schicken, wenn sie sich dafür eignen. In den letzten Iabren wurden im Durchschnitte jährlich 3500 Kranke aufgenommen. Die Mortalität ist, wie in allen Militärspitälern ungemein gering, indem die Zeitige TraiN'portirung der Kranken und ihre kräftige ConstituUon günstig einwirken; nach einein Durchschnitte aus mchrcn Jah- ren stirbt ungefähr der -löte der ausgencmmcncn Kranken, oder von Hundert 2 — 3 pEt. tu. Armenwcsen und Hülfsve reine. Die Fürsorge des Staates und der Gemeinde beschränkt sich auch in Grätz nicht bloß auf die den Kranken und Preß- haften eröffneten, Heilanstalten, sondern umfaßt auch die Un- terstützung der wahrhaft Armen durch mancherlei Anstalten, von denen die ersten schon K. Marimilian I, im I. 15 !5 ein- führte, welche einen wesentlichen Vcstandtheil der gcsammtcn Wchlthätigkeits-Anstalten ausmachen. Tie während der Ne- gierung K. Josephs II. für die Armen gegründeten, und unter K. Franz I. vollkommen ausgebildeten Anstalten verfallen ver- möge der practischen Geschäfts-Abteilung in das Armen-In- stitut oder den Armen-Versorgungs-Verein und in die Armen- ^ Versorgungs-Anstalten. —
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Grätz Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Titel
Grätz
Untertitel
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
Autor
Gustav Schreiner
Verlag
Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
Ort
Graz
Datum
1843
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.55 x 20.25 cm
Seiten
638
Schlagwörter
Graz, Steiermark, Stadt
Kategorien
Geschichte Chroniken
Geschichte Vor 1918
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