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ficht in den Schlaf-, Speise- und Arbeitsummern, in der
Kirche, im Hofe, und wo sonst immer sich ci» Arbeiier befin-
det, ni führen haben. Da tiefe Anstalt nur für Grä!,^ und
blcß ausnahmsweise ;ur Benützung der übrigen Beurke des
stachen Landes bestimmt ist, so befindet sich unter den Arbei-
tern stets nur eine kleine Ainabl von Fremden ans andern
Vcurken, welche aber verpflichtet sind, die den geringen Ar-
beitsverdienst übersteigenden Ilnlerbaltnngskosten derselben dar-
auf ;u bezahlen, welcher Verpftickinng die Stadt Gratz über-
bcben ist, da die Unterhaltung dieser Anstalt gleich vom An-
fange an gut dctirt war.
Zu Ende des Monats October des I. 1^41 belief sich
dessen Stammvermögen auf ungefälir (>'>,7l<i ft. (5. H>.
3er jährliche Beitrag, welker ni ^-olge hcher <H)nbernial-
Verordnung vom 13. Jänner l«Z», Z. 2l,85<^, aus der
ständischen Tomcstical-Kasse abgeführt wird, beträgt N'lW fi.
C. M. und der Beitrag aus der städtischen Kammertasse, für
den Fall des nachgewiesenen Bedarfs höchstens 6<N> ft.; im
I. 1d>41 nur 300 fi. <5. M. 3cr Arbeitsverdienst der Zwangs-
arbeiter jährlich wenigstens 35U0 fi.; im I. l84l hingegen
5435 fl. 47^/, kr. und die Gesammt-Einnalnne 10,109 N.
«'/^kr.; die Gesammt-Ausgaben hingegen 99^ fl. 49'/^ kr.
und ;war die Verpflegung der Zwangsarbeiter 3033 fi. 15"^ tr.;
die Veheitzung und Velenchlung l050 ft. 14 V,^ tr. C- M.
u. s. w.
Das k. k. Provinzial-Strafyans,
welches >nic der Einführung des neuen Strafgesetzbuches im
I. 1^04 für eine Proviinialanstalt erklärt wuide, gehört nrar
nicht in die Neihc der Armen-Verscrgungsanstalten, allein da
seine Geschichte mit der des Zwangsarbcitshauses :c. nicht blcß
in Anselmng des Gebäudes, sondern auch noch in meinen an-
dern Beziehungen innig vcrftochten ist, mag es hier seine Stelle
finden. Diese Straf- und Besserungsanstalt (siehe S. 3«>N),
welche nur für Criminalsträftinge bestimmt ist, steht unter
einem eigenen Vcrwaltungsaliite, welches aus einem Verwal-
ter und Adjuncten besteht, hat einen eigenen Seelsorger und
Arzt, und eine besondere Wachmannschaft. Tiefe wird gebil-
det durch einen Feldwebel, der zugleich Kerkermeister, zwei
Korporale, die zugleich Aufseher sind, und 1^ Gemeine. Das
Wachpersonalc besteht aus solchen vollkommen brauchbaren
^ N
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Grätz
Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Title
- Grätz
- Subtitle
- Ein naturhistorisch-statistisch-topographisches Gemählde dieser Stadt und ihrer Umgebung
- Author
- Gustav Schreiner
- Publisher
- Verlag Franz Ferstl'sche Buchhandlung
- Location
- Graz
- Date
- 1843
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 11.55 x 20.25 cm
- Pages
- 638
- Keywords
- Graz, Steiermark, Stadt
- Categories
- Geschichte Chroniken
- Geschichte Vor 1918